Auf dem Weg zur Sekundarschule

Gemeinsam engagiert für die gemeinsame Übermittagsbetreuung der Haupt- und Realschule Olsberg: Ulrich Diekmann (Sozialwerk Sauerland), Ingelore Kügler (Schulleiterin Hauptschule), Michael Aufmkolk (Schulleiter Realschule) sowie Anja Gerke, Jutta Büker-Wiegelmann, Nicole Köster, Monika Nieder und Svenja Brachhaus (Team der Übermittagsbetreuung). Bildnachweis: Stadt Olsberg
Gemeinsam engagiert für die gemeinsame Übermittagsbetreuung der Haupt- und Realschule Olsberg: Ulrich Diekmann (Sozialwerk Sauerland), Ingelore Kügler (Schulleiterin Hauptschule), Michael Aufmkolk (Schulleiter Realschule) sowie Anja Gerke, Jutta Büker-Wiegelmann, Nicole Köster, Monika Nieder und Svenja Brachhaus (Team der Übermittagsbetreuung). Bildnachweis: Stadt Olsberg
Foto: WP

Olsberg. (sf/wp) Noch im November sollen die Eltern und die Nachbarkommunen befragt werden: Mit großen Schritten gehen die Olsberger weiter in Richtung „Sekundarschule“.

Das Gesetz dazu steht seit vergangener Woche, jetzt gilt es, weiterhin schnell zu handeln. „Wir schaffen das“, ist sich Bürgermeister Wolfgang Fischer sicher, dass der Termin zu halten ist. Noch vor der Befragung sollen auch die Eltern über die neue Schulform informiert werden.

Alles hängt natürlich von den Ergebnissen der laut Gesetz notwendigen Befragungen ab: „Aber weil wir als Sekundarschule nun definitiv keinen Gymnasialzweig anbieten müssten, erwarte ich keine großen Vorbehalte von den Nachbarn“, so Fischer. Schließlich ginge es darum, das Wegbrechen der Hauptschule vor Ort zu sichern und dies sei nur mit einer neuen Schulform möglich.

Schon jetzt wachsen die beiden Schulen Stück für Stück zusammen - im Bereich der Übermittagsbetreuung. Seit Schuljahresbeginn nutzen die Kinder beider Schulformen gemeinsam das Betreuungsangebot rund um Hausaufgaben, Spiel und Spaß. „Die ersten Erfahrungen an beiden Schulen sind durchweg positiv“, so Pressesprecher Jörg Fröhling. Zurzeit besuchten 29 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5 bis 9 der Haupt-schule die Übermittagsbetreuung. Von der Realschule sind es 27 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 5 und 6. Die Realschule bietet die neue Übermittagsbetreuung zunächst nur für die unteren Jahrgangsstufen an. „Dies wollen wir jedoch künftig ausbauen“, kündigt Schulleiter Michael Aufmkolk an.

Fit und gestärkt

Start des Angebots in Zusammenarbeit mit dem Sozialwerk Sauerland ist täglich um 12.50 Uhr; um 15.15 Uhr endet die Betreuung. Um die Schüler kümmern sich fünf pädagogisch ausgebildete Betreuerinnen und zwei Damen vom Küchenpersonal. Mit ihrem Angebot, einem schmackhaften und gesunden Mittagessen in der neuen Mensa, starten sie „fit“ und gestärkt in die Hausaufgaben-Stunde, die um 13.30 Uhr beginnt. „Kinder und Jugendliche, die nach einer Stunde mit ihren Aufgaben noch nicht fertig sind, haben darüber hinaus die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben bis zum Ende der Übermittagsbetreuung um 15.15 Uhr fortzusetzen“, erläutert Svenja Brachhaus, Schulsozialarbeiterin der Olsberger Hauptschule.

Wer alles erledigt hat, den erwarten Spaß und „Action“: Sport, Spaziergänge mit Schulhund „Boy“, Basteln und Malen. „Daneben gibt es die Überlegung, die Schülerinnen und Schüler für das Tanzen zu begeistern“, sagt Brachhaus.

3 Euro fürs Mittagsmahl

Das gemeinsame Betreuungsangebot von Haupt- und Realschule ist kostenlos. Lediglich für das Mittagessen werden drei Euro fällig. Familien, die diese Kosten nicht tragen können, haben die Möglichkeit, bei der Stadtverwaltung Olsberg Zuschüsse aus dem Bildungs- und Teilhabepaket zu beantragen. Dann muss nur noch ein Eigenanteil von einem Euro pro Mahlzeit geleistet werden.

Dennoch: Die Übermittagsbetreuung will mehr sein als „nur“ Mittagessen und Hausaufgabenhilfe. „Die Betreuung dient dazu, Regeln für das Zusammenleben sowie Normen und Werte einzuüben“, sagt Realschulleiter Aufmkolk. „Deshalb bieten wir auch Konfliktlösungen oder - bei Problemen - Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern an“, ergänzt Ingelore Kügler, Leiterin der Hauptschule.

Bürgermeister Wolfgang Fischer begrüßt die Zusammenarbeit: „Das ist eine weitere Verbesserung des pädagogischen Angebots der beiden Schulen und damit ein Plus für den Schulstandort Olsberg.“ Nun gehe es darum, diesen Weg mit dem Ziel Sekundarschule fortzusetzen: „Wir wollen eine dauerhafte und fundierte Lösung für Olsberg schaffen - und ganz besonders für die Kinder und Jugendlichen, die hier zur Schule gehen werden.“

Offizieller Beschluss

Fischer hofft darauf, dass mit den Ergebnissen der Eltern- und Kommunenbefragung der Rat bereits am Donnerstag, 15. Dezember, einen offiziellen Beschluss zur Umwandlung der Schule tätigen kann. „Denn im Januar, Februar beginnt ja bereits das Anmeldeverfahren.“

 
 

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