Argumente sollen Ausschlag geben

Berufskolleg Olsberg..  Ich fasse es nicht! Marsberg, Medebach, Winterberg, Olsberg und Hallenberg – alles Städte, die sich darum kümmern, dass die geplante Verlagerung der Elektrotechnikerausbildung von Olsberg nach Meschede überdacht wird. Und die sich bemühen, einen vernünftigen Kompromiss zu finden, der von allen akzeptiert werden kann. Der die Existenz aller fünf Berufskollegs im Sauerland sichert. Der aber vor allem die Interessen der ausbildenden Betriebe und der Auszubildenden mit berücksichtigt.


Diese haben – wie die vehementen Proteste der Betriebe zeigen – offensichtlich nur sehr geringen Einfluss auf die geplante Verlagerung und die dafür verantwortliche sogenannte Steuerungsgruppe gehabt.


Was soll das? Die am stärksten Betroffenen werden nicht gehört. Ihre Argumente werden weggewischt, vernünftige Kompromissvorschläge werden nicht berücksichtigt, weil sie angeblich „die gesamte Schulentwicklung im HSK gefährden würden“ (so der Fraktionsvorsitzende der CDU, Eberhard Fisch, im Rat der Stadt Brilon). Was für ein Unsinn!


Die besseren Argumente, die sachlichen Argumente sollen den Ausschlag geben. Und Betroffene - die Betriebe - müssen beteiligt werden. Denn diese sind viel näher am Geschehen als „Schul-, Behörden- und Kammerbürokraten“.


Und was macht die CDU in Brilon? Anstatt auf die Worte unseres Wirtschaftsförderers (Oliver Dülme, Anmerkung der Redaktion) zu hören, anstatt sich einzureihen in die Riege derjenigen, die es besser machen wollen: Weiter wie gehabt! Bedenken und konstruktive Vorschläge der Betriebe vom Tisch! Verstecken hinter einem Gutachten, hinter „Experten“, den gesunden Menschenverstand in der Tasche lassen.


Leute! Dann brauchen wir keine teure (und notwendige!) Wirtschaftsförderung, wenn so eklatant gegen die Interessen der heimischen Betriebe gehandelt wird.


Also noch mal an alle Kreistagsmitglieder vor der entscheidenden Sitzung am Freitag: Seht das Engagement, die fachliche Nähe, die konstruktiven Kompromissvorschläge der Betriebe und Bürger. Seid froh, dass dieses Thema so großes öffentliches Interesse findet. Und berücksichtigt dies bei eurer - hoffentlich sachgerechten - Entscheidung.


Wolfgang Kleineberg,
SPD-Fraktionsvorsitzender
im Rat der Stadt Brilon

 
 

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