Arbeitslosenzahl sinkt im Hochsauerlandkreis

Marsberg/Olsberg..  Die übliche Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt hat zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit im Hochsauerlandkreis auf 6926 Personen geführt. Das sind 206 Männer und Frauen oder 2,9 Prozent weniger als im März bzw. 226 Personen oder 3,2 Prozent weniger als im April des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,8 Prozent (minus 0,1 Prozentpunkt gegenüber März bzw. minus 0,2 Prozentpunkte gegenüber April 2015).

Im Altkreis Brilon sehen die Zahlen noch besser aus. Im Bereich der Geschäftsstelle Marsberg - identisch mit dem Stadtgebiet - ging die Arbeitslosenquote von 4,6 auf 4,3 Prozent zurück. Hier sind zum Monatswechsel 460 Menschen arbeitslos gemeldet, 32 weniger als im Vormonat. Im Bereich der Geschäftsstelle Olsberg - zuständig für den Rest des Altkreises Brilon - sank die Quote von 3,4 auf 3,3 Prozent. Dort verringerte sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen um 27 auf 1225.

Die Zahl der arbeitslosen jungen Erwachsenen unter 25 Jahren sank im HSK auf 695 Personen. Damit reduzierte sie sich um 26 Personen oder 3,6 Prozent gegenüber März.

Die Arbeitskräftenachfrage der Betriebe und Verwaltungen lag über Vorjahresniveau, ging aufgrund der Osterferien jedoch gegenüber März leicht zurück. Für Oliver Schmale, Leiter der Arbeitsagentur Meschede-Soest, eine nachvollziehbare Entwicklung: „Die Osterferien führten dazu, dass die Arbeitskräftenachfrage gegenüber März gedämpft wurde. Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt jedoch eine deutlich positive Entwicklung.“ Wirtschaft und Verwaltungen im Hochsauerlandkreis meldeten im April 513 offene Stellen, 59 Stellen bzw. 10,3 Prozent weniger als im März. Gegenüber dem Vorjahr waren es 55 Stellen bzw. 12 Prozent mehr, obwohl die Osterferien auch in 2015 vollständig im Berichtszeitraum lagen.

890 Bewerber noch auf der Suche

Im Bereich der Geschäftsstelle Olsberg sind 564 freie Stellen gemeldet, drei mehr als vor einem Monat. Im Raum Marsberg sind es 115, fünf mehr als im März.

Der Ausbildungsmarkt im Hochsauerlandkreis dreht sich derzeit. Während in den vergangenen zwei Berichtsjahren weniger Ausbildungsstellen gemeldet waren als Bewerber, gibt es nun rein rechnerisch ein Überangebot an Lehrstellen. „Aufgrund der Schulabgängerzahlen im Hochsauerlandkreis war diese Entwicklung absehbar“, so Oliver Schmal. „Wir werden uns auch in den kommenden Jahren weiter darauf einstellen müssen, dass es schwieriger für die Betriebe sein wird, einen Auszubildenden zu finden.“

1926 Ausbildungsstellen meldeten Betriebe und Verwaltungen seit dem 1. Oktober 2015, 2027 Bewerber meldeten sich im gleichen Zeitraum bei den Arbeitsagenturen im HSK. Das heißt, rein rechnerisch gibt es im Hochsauerlandkreis pro Bewerber 1,05 Ausbildungsstellen.1036 Bewerber sind bereits versorgt, sie haben eine Ausbildungsstelle oder eine Alternative gefunden. 890 Bewerber suchen weiterhin. Dem gegenüber stehen aktuell noch 927 unbesetzte Ausbildungsstellen.

 
 

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