ABC-Unfall: Drei Verletzte bei Firma in Bredelar

ABC-Einsatz der Feuerwehr bei H&T Presspart Marsberg: Lösungsmittel lief aus einer Maschine in eine - für so einen Fall vorgesehene Wanne. Drei Mitarbeiter kamen ins Krankenhaus, weil sie Dämpfe  eingearbeitet hatten.
ABC-Einsatz der Feuerwehr bei H&T Presspart Marsberg: Lösungsmittel lief aus einer Maschine in eine - für so einen Fall vorgesehene Wanne. Drei Mitarbeiter kamen ins Krankenhaus, weil sie Dämpfe eingearbeitet hatten.
Foto: WP
  • Mitarbeiter vorsorglich ins Krankenhaus, weil sie Dämpfe eingeatmet hatten
  • Einsatz der Feuerwehr zieht sich über mehrere Stunden hin
  • Viele Feuerwehrleute im Einsatz, da maximal zehn Minuten im Schutzanzug gearbeitet wird

Bredelar.  Großeinsatz am Donnerstagabend bei. H&T Presspart in Bredelar. Gegen halb vier wurde die Feuerwehr alarmiert, mit Sonder-KFZ zu kommen, weil aus einer Maschine Lösungsmittel ausgelaufen war. Drei Mitarbeiter kamen vorsorglich ins Krankenhaus, weil sie Dämpfe eingeatmet hatten. Mehr als 60 Wehrleute, Polizei und Krankenwagen waren vor Ort. Weitere Löschzüge rückten an, um Personal vorzuhalten, wie eine solche Lage es vorschreibt, so Pressesprecher Ralph Pohle.Drei Mitarbeiter kamen vorsorglich ins Krankenhaus und die Chemikalie lief in eine vorgesehene Wanne: Entwarnung nach außen konnte die Feuerwehr gestern bei der Firma H&T Presspart in Bredelar schnell geben, aber im Gebäude, da stand nach dem Großalarm um 16 Uhr einige Arbeit an: „Teile von 3000 Litern Lösungsmittel, die sich in einer Maschine befinden, sind ausgelaufen. Jetzt müssen wir dafür sorgen dass mit dem Gefahrenstoff nichts weiter passiert“, so Ralph Pohle, Sprecher der Feuerwehr Marsberg. Der Einsatz selbst zog sich über mehrere Stunden hin und dauerte am späten Donnerstagabend noch an. In Chemikalie-Schutzanzügen erkundeten Wehrleute die Lage in der Betriebshalle. Die Frage, nachdem alles gesichert war: Muss die Flüssigkeit abgepumpt werden? Und wer holt sie ab?

Mehr als zehn Feuerwehr-Fahrzeuge

Bindemittel war laut Feuerwehr vor Ort, aber um Gerätschaften vorzuhalten, rückten nach und nach weitere spezielle Löschzüge an: Neben dem ABC-Zug Westheim-Marsberg auch der Gerätewagen Gefahrgut Brilon und zwei Messzüge des Hochsauerlandkreises aus Winterberg und Schmallenberg. Insgesamt waren gegen 17 Uhr mehr als zehn Feuerwehr-Fahrzeuge jeder Größe vor Ort, mehr als 60 Wehrleute und zwei Polizei- sowie zwei Krankenwagen.

Weitere Löschzüge rückten nach, weil Personal vorgehalten werden müsse, so Pohle weiter. Schon allein beim Anziehen der schweren Schutzanzüge brauchten die Einsatzkräfte viel Hilfe, damit auch Handschuhe und Stiefel dicht am Anzug lagen. „Zehn Minuten Arbeitszeit mit der Atemluft-Flasche sind möglich“, beschrieb Pohle, warum immer wieder gewechselt wurde. Vor der Industriehalle wurde außerdem mit Planen und einer kleinen Wanne ein „Dekon-Platz“ (Dekontaminations-Platz) eingerichtet, wo die Schutzanzüge im Zweifel mit Wasser abgespritzt werden konnten. „Dies ist ein konkretes Schema für jeden ABC-Einsatz“, so Pohle. Einmal im Jahr werde ein Alarm wie dieser geübt und das Schema dann im Ernstfall auch durchgezogen.

Keine Stellungnahme des Unternehmens

Vom Unternehmen selbst, das laut Internet „weltweit führender Lieferant von pharmazeutischen Komponenten für Medizinprodukte ist“, war gestern keine Stellungnahme nicht zu bekommen.

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