72 Stunden für eine schöne Heimat

Sehr erfolgreich: Die 72-Stunden-Aktion der Jugendlichen in Hoppecke.
Sehr erfolgreich: Die 72-Stunden-Aktion der Jugendlichen in Hoppecke.
Foto: WP

Hoppecke. (aj)„Die Aktion 72 Stunden für die Heimat“ ist gelungen und alle Aufgaben sind erfüllt!“ So hieß es Karsamstagmittag um 12 Uhr im Basislager auf der Hellewiese in einem ersten Fazit von Ortsvorsteherin Alice Beele.

Und diese war natürlich besonders zufrieden mit dem, was die Dorfjugend mit Unterstützung der Vertreter der örtlichen Vereine alles geschafft hatte. Schließlich hatte Alice Beele als Ortsvorsteherin in letzter Zeit im Dorf so manches festgestellt, wo einmal Hand angelegt werden könnte. Da kam ihr das Ansinnen der Jugendlichen, statt der Errichtung eines Osterfeuers in einer 72-Stunden-Aktion etwas für das Dorf zu tun, gerade recht.

Auch wenn es so einiger Vorbereitungen bedurfte, wurde die Aktion seitens der Ortsvorsteherin und einiger Eingeweihten als geheime Kommandosache gehandelt und niemand wusste im Vorfeld so genau, wo letztlich etwas für die Infrastruktur von Hoppecke getan werden sollte.

Am Mittwochmittag um 12 Uhr war es soweit und die Ortsvorsteherin stellte im Basislager Hellewiese den jungen Leuten ihre zu bewältigenden Aufgaben. Mit Feuereifer ging’s zur Sache. Unter anderem wurde der Platz an der „Alten Schule“ gesäubert und die schwarzen Bretter gestrichen. Wenn man bedankt, dass insgesamt 15 Liter Farbe verbraucht wurden, wird sicherlich die eine oder andere Ecke ebenfalls einen neuen Anstrich verpasst bekommen haben.

Doch nicht nur die Hoppecker Jugend, sondern auch die Briloner Landjugend war im Einsatz. Sie färbte Ostereier mit Naturfarben, pflanzte ein paar Lärchen, bastelte Osterhasen und zeichnete für das Lagerfeuer verantwortlich. Außerdem wurden reichlich Nistkästchen gebaut, die sicherlich in der Hellewiese ein ruhiges Plätzchen finden werden. Jedoch erst demnächst, denn zunächst glich die sonst so idyllische Ecke eher einer Großbaustelle. Hier waren die jungen Leute bei der Verlegung von rund 120 Quadratmeter Pflaster vor allem auf die tatkräftige Mithilfe der gesamten Dorfgemeinschaft unter der Leitung von Josef Falken-stein angewiesen.

40 Tonnen Vorabsiebung, 20 Tonnen Kies, 42 Meter Randsteine und 6336 Pflastersteine sprechen da ihre eigene Sprache.

Und da die Pflastersteine quadratmeterweise verkauft wurden, ist jetzt so mancher Hoppecker Bürger quasi stolzer Besitzer von einem Quadratmeter Hellewiese.

Ohnehin wurde bei dieser Aktion alles getan, um die Kosten in Grenzen zu halten. Daher war man für jede Sach- oder Geldspende, sei es aus der heimischen Wirtschaft oder von privat, dankbar.

„Wir wollen weder die arg gebeutelte Stadtkasse, noch die Kassen der örtlichen Vereine leeren“, warb Frank Lahme, einer der Organisatoren, im Namen der Dorfgemeinschaft.

Sichtlich zufrieden und auch ein wenig stolz auf ihre Dorfgemeinschaft, bedankte sich Ortsvorsteherin Beele im Rahmen eines mehr oder weniger großen Umtrunks im Basislager bei den mehr als 50 fleißigen Helfern für die gelungene Aktion.

Eine Aktion, die vielleicht Schule machen könnte in einer Zeit knapper Kassen, wo die Kommunen längst nicht mehr alle Wünsche der Bürger erfüllen kann und das ehrenamtliche Engagement gefragter denn je ist, wenn es denn ohnehin nicht allerorts schon groß geschrieben wird.