60 Projekte stehen auf der Vorschlagsliste

Im Olsberger Rathaus präsentierten die Teilnehmer aller sechs Städte ihre Bewerbung für die nächste LEADER-Förderperiode.
Im Olsberger Rathaus präsentierten die Teilnehmer aller sechs Städte ihre Bewerbung für die nächste LEADER-Förderperiode.
Foto: WP
Die Bewerbung der LEADER-Region Hochsauerland ist in Olsberg vorgestellt worden.

Olsberg..  Die Bewerbungsmappe ist 120 Seiten stark. Und wenn ihr Inhalt in Düsseldorf auf Zustimmung stößt, dann könnte das Fördermittel in Höhe von 2,7 Millionen Euro für die sechs Altkreisstädte bedeuten. Erneut wollen Brilon, Hallenberg, Marsberg, Medebach, Olsberg und Winterberg als gemeinsame LEADER-Region anerkannt werden. Am Montagabend gab es dazu Einzelheiten im Olsberger Rathaus - aber nicht zu viele Details. Denn die Region will ja anderen Städten nicht noch kurz vor Toresschluss eine Steilvorlage liefern.

Soviel wurde aber bekannt: Insgesamt stehen 60 Projekte auf der Vorschlagsliste für Düsseldorf. Von 2007 bis 2013 waren es noch zehn mehr. Davon konnten mit 1,7 Millionen Euro, 70 Prozent realisiert werden. Abschließend bezifferte der Vorsitzende Thomas Grosche das Volumen der diesmal geplanten Projekte auf 4,14 Millionen Euro. Nach Abzug der zu erwarteten LEADER- Zuschüsse in Höhe von 2,69 Millionen Euro, sind 1,4 Millionen Euro von den sechs Kommunen als Eigenanteil für die fünf großen Handlungsfelder selbst zu tragen.

Stichtag Rosenmontag

Bis zur möglichen Anerkennung wird es aber noch ein Weilchen dauern. Zum Stichtag Rosenmontag (16. Februar) müssen alle Bewerbungen in Düsseldorf eingereicht sein; danach dürfte es noch mindestens ein Vierteljahr dauern, bis eine Entscheidung gefallen ist, so Medebachs Bürgermeister Thomas Grosche, der Vorsitzende des Regionalvereins, der für die Bewerbung verantwortlich zeichnet.

Zur Grob-Vorstellung der umfangreichen Bewerbung waren zahlreiche Bürger gekommen, denen das Wohl der hiesigen Region am Herzen liegt. Vor allem auch jene, die in Workshops und Expertenrunden an der Erarbeitung der regionalen Entwicklungsstrategie mitgearbeitet hatten. Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer dankte dem ehemaligen Medebacher Bürgermeister Heinrich Nolte für sein unermüdliches Engagement in all den Jahren und nannte ihn die Triebfeder des gesamten Leaderprozesses hier in der Region. Fischer unterstrich noch einmal die Wichtigkeit der Bewerbung und zeigte sich zuversichtlich, dass es erneut klappen könnte.

Allerdings steht die Region Hochsauerland mit ihrer Bewerbung nicht alleine da. Nicht weniger als 45 Städte und Regionen aus Nordrhein-Westfalen haben sich beworben und nur an etwa die Hälfte davon schüttet Brüssel Fördermittel aus. Jens Steinhoff, der mit dem Institut für Regionalmanagement Marl das Bewerbungsprocedere begleitet hat, erläuterte den organisatorischen Ablauf der Bewerbung. Steinhoff betonte zudem: „Hier wurde nichts am grünen Tisch entschieden, sondern der Bürger mit ins Boot genommen.“

Region steht dahinter

Heinrich Nolte zog eine positive Bilanz des letzten Leaderprozesses und sah in der neuen Bewerbung ein starkes Signal in Richtung Düsseldorf. Heinrich Nolte: „Da wird deutlich, dass eine ganze Region dahinter steht.“

Bei der Präsentation der fünf Handlungsfelder erläuterten die Bürgermeister Werner Eickler (Winterberg), Michael Kronauge (Hallenberg), Dr. Christof Bartsch (Brilon) Klaus Hülsenbeck (Marsberg) sowie die Allgemeine Vertreterin des Olsberger Bürgermeisters, Elisabeth Nieder, die alle dem Vorstand angehören, die Kernfelder, die „beackert“ werden und die Region weiter voran bringen sollen. „Ab dem 16. Februar kann jeder Bürger im Internet nachlesen, mit welchen Pfunden wir wuchern möchten“, so Heinrich Nolte. Die Bewerbung könne sich mehr als sehen lassen, so Grosche. Und eine solche Finanz-spritze täte der hiesigen Regiongewiss gut. Da war man sich im Ratssaal einig.

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