24 Suchtkranke finden ein Zuhause

DerWesten
Ganz offiziell wurde am Samstag die Sozialtherapeutische Einrichtung des Caritasverbandes Brilon „Haus Nordhang“, zentral gelegen am Bahnhof in Winterberg eingeweiht. Die Feierstunde begann mit der Begrüßung durch Heinz Hillebrand, Vorsitzender des Caritasverbandes Brilon.
Ganz offiziell wurde am Samstag die Sozialtherapeutische Einrichtung des Caritasverbandes Brilon „Haus Nordhang“, zentral gelegen am Bahnhof in Winterberg eingeweiht. Die Feierstunde begann mit der Begrüßung durch Heinz Hillebrand, Vorsitzender des Caritasverbandes Brilon.
Foto: WP

Winterberg.  (gr) Ganz offiziell wurde am Samstag die Sozialtherapeutische Einrichtung des Caritasverbandes Brilon „Haus Nordhang“, zentral gelegen am Bahnhof in Winterberg, eingeweiht.

Die Feierstunde begann mit der Begrüßung durch Heinz Hillebrand, Vorsitzender des Caritasverbandes Brilon. Ein großes Dankeschön ging an alle Beteiligten, die für einen reibungslosen Baufortschritt und Umzug gesorgt haben.

24 Suchtkranke finden in dieser Einrichtung ihr Zuhause. Respekt, Achtung und Zuneigung erhalten die Bewohner durch die Mitarbeiter der Einrichtung in der hellen, und zentral gelegenen Umgebung. „So schön habe ich noch nie gewohnt“, so der Tenor eines Bewohners.

Pfarrer Heinz Koch segnete alle Räumlichkeiten des neuen Hauses im Rahmen eines Wortgottesdienstes. Heinz-Georg Eirund, Geschäftsführer des Caritasverbandes Brilon, gab anschließend Einblicke zum Thema „Der Spagat zwischen Wohlfahrt und wirtschaftlichem Handeln“.

Die neue Einrichtung erfüllt die ab 2018 geltenden, neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen. „So viel Haus für so wenig Menschen“ - auch Kritik aus dem Umfeld wurde an die Caritas herangetragen. „Benachteiligte müssen getragen werden, es sollten für jeden gute Lebensbedingen geschaffen werden“, so Eirund.

Einrichtungsleiter Harald Koch gab Erläuterungen zum Thema „Haus Nordhang – wichtiger Baustein der Suchtkrankenhilfe“. Mit einer Episode aus „Der kleine Prinz“, welcher auf dem nächsten Planeten einen Trinker vorfindet, lieferte Koch einen Einblick in den „Suchtkreislauf“.

Weitere Gruß- und Dankesworte sprachen Hans-Dieter Weiss (Heimbeirat), Hubert Kleff (MdL), Bürgermeister Werner Eickler und Winfried Kersting vom Diözesancaritasverband Paderborn. Musikalisch begleitet wurde die Einweihung durch das Brass-Ensemble „Blech Connection“ aus Kaunitz sowie dem „Singing Circle Winterberg“.

Integration der Kranken, soziale Kompetenz fördern, eine Chance für Jeden, Lebensqualität verbessern, ganzheitlich unterstützen und die Selbstständigkeit erhalten sind nur einige der Ziele, die im „Haus Nordhang“ angestrebt werden. Abstinenz von jeglichen Suchtmitteln ist Voraussetzung für das Wohnen in diesem Haus.

Seit 2007 beteiligen sich Einwohner am Warenkorb, eine wertvolle Aufgabe für die Erkrankten. Mit den Balkonen und etlichen Sitzecken bietet das neue Haus viele Möglichkeiten, sich an der frischen Luft aufzuhalten. Zudem wird noch ein Therapie unterstützender Sinnesgarten angelegt. 24 Einzelzimmer in vier Wohngruppen ermöglichen eine gruppenbezogene Struktur und ein gutes Zusammenleben.

Im Stammhaus sowie in zwei Außenwohngruppen werden chronisch mehrfach beeinträchtigte Abhängigkeitskranke von 16 Mitarbeitern betreut, denen es gelungen ist, den Kreislauf einer Suchterkrankung zu durchbrechen und zu überwinden. Ab 13 Uhr stellte sich die Einrichtung mit einem „Tag der offenen Tür“ und einem bunten Familienprogramm zudem der Öffentlichkeit vor.