Zwei Künstler setzen Hesselbach ins Bild

Diese Herbstimpressionen im Ilsetal bei Feudingen hat Rainer Wunderlich aus Hesselbach fotografiert. Einige seiner Werke sind ab 25. Oktober im Haus des Gastes ausgestellt.
Diese Herbstimpressionen im Ilsetal bei Feudingen hat Rainer Wunderlich aus Hesselbach fotografiert. Einige seiner Werke sind ab 25. Oktober im Haus des Gastes ausgestellt.
Foto: WP
Die Malerin Tanja Tang-Kuhn und der Fotograf Rainer Wunderlich stellen ihre Werke jetzt im Bad Laaspher Haus des Gastes aus. Welche Rolle dabei Stolpersteine und ein Schmelzpunkt spielen, können Interessierte beim Besuch der Ausstellung herausfinden.

Hesselbach/Bad Laasphe..  Unter dem Titel „Hesselbach im Bild“ präsentieren die Hesselbacher Künstler, die Malerin Tanja Tang-Kuhn und der Fotograf Rainer Wunderlich, der Öffentlichkeit ihre Arbeiten ab dem 25. Oktober im Haus des Gastes in Bad Laasphe.

„Hesselbach im Bild“ ist im Verständnis der Künstler im weiten Sinne zu verstehen und geht über bloße Bilder zum Ort hinaus. Als Hesselbacher wollen die Künstler mit ihren Werken auch Impulse geben, Botschaften setzen oder schlicht auf die musischen Qualitäten der Hesselbacher aufmerksam machen.

Schon mit 16 den Auslöser gedrückt

Rainer Wunderlich begann das Fotografieren 1965 im Alter von 16 Jahren. Zehn Jahre später entdeckte er die Freude am experimentellen Fotografieren. „Im Jahr 2006“, so der Fotokünstler, „kam es zur Initialzündung, die die digitale Spiegelreflexkamera zu meiner ständigen Begleiterin machte. Gleichzeitig nahm er die Bildbearbeitung in sein künstlerisches Portfolio auf, um ganz persönlich auf den Bildausdruck Einfluss zu nehmen. Wunderlichs Anliegen ist es Bilder, die im flüchtigen Draufschauen nicht wahrgenommen werden, sichtbar zu machen, aber auch Aussagen zu verstärken.

Da sind zum Beispiel Stolpersteine, an denen die Passanten oft unbemerkt vorbei gehen. Im Bild von Wunderlich wird das Stolpern in eine neue Dimension gesetzt. Daneben faszinieren den Fotografen auch scheinbar paradoxe Situationen, etwa wenn verschleierte Musliminnen vor dem Schaufenster der Tölzer Trachtenstuben stehen.

Weitere Themen des Fotokünstlers sind Licht- und Farbstimmungen in der Landschaft oder das Spiel mit der Perspektive, wenn z.B. nicht der Hochsitz, sondern die Leiter zum Hochsitz hinauf den Hochsitz in das Bild bringt. Für Rainer Wunderlich gilt eine unumstößliche Künstlerethik: „Menschen in für sie unangenehmen oder in verletzlichen Situationen würde ich niemals fotografieren“, bekennt Wunderlich und nennt damit eine Grundlage auf der seine Fotografien entstehen.

Mehrere Bild-Premieren

Tanja Tang-Kuhn ist als Malerin in der Region keine Unbekannte. Große Ausstellungen (z.B. 2000 in der damaligen C&P Design-Fabrik in Bad Laasphe oder 2008 in Bad Berleburg im Foyer der Sparkasse) aber auch in zahlreichen kleineren Ausstellungen haben ihre Werke unter Kunstfreunden bekannt gemacht. Umso mehr überrascht Tang-Kuhn nun mit gleich mehreren Bildpremieren.

An Persönlichkeiten erinnert

Erstmals sind Gemälde zu sehen wie „Schmelzpunkt“, ein kleines Glashaus in eisiger Landschaft, das selbst noch die schweren Eiszapfen am Bildrand zum Schmelzen bringt. Oder im Werk „Denk mal“ in waldgrüner Tönung, bringt Tang-Kuhn namhafte Persönlichkeiten in Erinnerung, die jeweils als Denkmal über die Landschaft verteilt sind. Ihr Titelbild zur Ausstellung widmet sie der Hesselbacher Dorfjugend, die sie am Ortsdenkmal mit dem Ortsvorsteher von Hesselbach, einem authentischen Anlass folgend, auf Leinwand bringt.

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