Wittgensteiner DRK-Helfer arbeiten in Not-Flüchtlingscamp

Wittgenstein.  Acht Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus Wittgenstein haben zu Beginn der Woche in der Notunterkunft für Flüchtlinge in der Siegener Uni-Turnhalle mitgearbeitet. „Es herrschte eine gute und ruhige Atmosphäre“, berichtete Tim Wied vom DRK Bad Berleburg. „Die Menschen sind sehr dankbar und machen es uns Helfern wirklich einfach.“

Die Bezirksregierung Arnsberg hatte der Universität Siegen erst am vergangenen Donnerstag mitgeteilt, dass die Dreifachturnhalle auf dem Haardter Berg kurzfristig als Notunterkunft benötigt werden würde. Bis Sonntag bauten 100 Ehrenamtliche in Windeseile das Camp auf, in dem die Flüchtlinge zwei bis drei Tage bleiben sollen. Am Dienstag halfen die Männer und Frauen vom DRK Wittgenstein mit, die Unterkunft zu betreiben.

Sandkasten für die Kinder gebaut

Sie kontrollierten die Belegung der 160 Betten, die in vier Reihen hintereinander und drei Reihen nebeneinander auf dem mit Platten ausgelegten Boden stehen. Die DRK-Helfer prüften zudem das Materiallager, gaben Wasser aus und verrichteten Sanitätsdienst. Nachdem sie Waschmaschinen und Trockner aufgebaut hatten, erklärten sie den Bewohnern die Funktionsweise. Und weil in Siegen viele Familien angekommen sind, kümmerten sich die Bad Berleburger, Erndtebrücker und Bad Laaspher auch um die Kinderbetreuung. „Wir haben ein Zelt aufgestellt und einen Sandkasten gebaut, in dem die Kinder spielen können“, sagte Tim Wied.

Nach der gemeinsamen 13-stündigen Schicht helfen die Wittgensteiner in diesen Tagen weiter auf freiwilliger Basis in Siegen mit. In der kommenden Woche soll die Leitung der provisorischen Flüchtlingsunterkunft an hauptamtliche Kräfte übergeben werden. „Das ist hier wirklich eine Notunterkunft, damit die Leute ein Dach über dem Kopf haben, damit sie etwas zu essen bekommen, etwas zur Ruhe kommen können“, meinte Joachim Steinbrück, Einsatzleiter des DRK.