Von seiner Arbeit werden Generationen profitieren

Mit der Schmidt-Nienhagen-Medaille der SPD-Kreistagsfraktion wurde Eberhard Bauer ausgezeichnet. Erste Gratulanten waren der Staatsminister a.D. Prof. Dr. Christoph Zöpel, der stellv. Fraktionsvorsitzende Roland Abel, MdB Willi Brase und die stellv. Landrätin Waltraud Schäfer.
Mit der Schmidt-Nienhagen-Medaille der SPD-Kreistagsfraktion wurde Eberhard Bauer ausgezeichnet. Erste Gratulanten waren der Staatsminister a.D. Prof. Dr. Christoph Zöpel, der stellv. Fraktionsvorsitzende Roland Abel, MdB Willi Brase und die stellv. Landrätin Waltraud Schäfer.
Foto: WP

Bad Laasphe..  Mit der Schmidt-Nienhagen-Medaille der SPD-Kreistagsfraktion wurde am Samstag der Bad Laaspher Eberhard Bauer ausgezeichnet. Zahlreiche Gäste, darunter auch die SPD-Abgeordneten Tanja Wagener (MdL) und Falk Heinrichs (MdL) sowie Willi Brase (MdB), waren der Einladung zur vom MGV Liederkranz Puderbach umrahmten Verleihung in den Gewölbekeller des Schlosses Wittgenstein gefolgt.

Mit dieser Medaille wird von der Kreistagsfraktion der Sozialdemokraten seit 2010 eine Person für ihre besonderen Verdienste um Gesellschaft und Partei ausgezeichnet. Dabei ist weniger an die politischen Akteure der vorderen Reihen gedacht, sondern mehr an solche SPD-Mitglieder, die sich – vor allem auch über den Rahmen ihrer Partei und der eigentlichen Politik hinaus – in besonders ausgeprägter Weise für wichtige gesellschaftliche Belange ehrenamtlich engagieren bzw. engagiert haben. Dieses geschehe oft im Hintergrund und erfahre in aller Regel nicht die eigentlich verdiente Aufmerksamkeit, so der stellv. SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Roland Abel.

Der Preisträger Eberhard Bauer, Jahrgang 1929, ist verheiratet und hat vier Kinder. Seit November 1989 ist er Mitglied der SPD und war zehn Jahre als Seniorenbeauftragter im Ortsverein Bad Laasphe tätig. „Sein großes Interesse gilt seit jeher nicht nur unserer schönen Stadt, sondern auch unserem Wittgensteiner Heimatland. In seinem mit viel Herzblut ausgeübten Beruf als Lehrer am Städtischen Gymnasium hat er seinen Schülern und Schülerinnen wichtige Werte für ihr Leben vermittelt. Wer sich für unsere Wittgensteiner Heimatkunde interessiert, weiß, dass er der kompetenteste Kenner dieser in allen Bereichen ist“, machte die stellv. Landrätin Waltraud Schäfer in ihren Ausführungen zur Person des neuen Preisträgers deutlich.

Engagierter Heimatkundler

Ganz sicher würden von seinen großen ehrenamtlichen Leistungen, besonders in der Erforschung und Vermittlung der Wittgensteiner Landeskunde, auch noch die Nachkommen profitieren. In Eberhard Bauer habe man einen würdigen Preisträger für die Schmidt-Nienhagen-Medaille gefunden. Der Bad Laaspher war unter anderem über mehrere Jahrzehnte Schriftleiter der Zeitschrift „Wittgenstein“ im Wittgensteiner Heimatverein, Mitbegründer und Autor der „Wittgensteiner Bibliographie“, Ratgeber und Mitautor zahlreicher Heimatbücher in den Dörfern, Betreuer des Fürstlich Wittgensteinschen Archivs und von 1982 bis 2012 Denkmalbeauftragter der Stadt Bad Laasphe.

Zuvor war Prof. Dr. Christoph Zöpel, Staatsminister a.D., als Laudator in einem interessanten Fachvortrag auf die Bewahrung kultureller Identität, Entprivilegierung im Schulwesen, gemäßigte Zonen, Lehren aus der Geschichte Wittgensteins und deren Botschaft „Rodet keine Wälder!“ eingegangen. Eine „Laudatio“ (Lobrede) zu Ehren der Person Eberhard Bauer war dabei jedoch nur schwerlich festzumachen.

Vater weckte das Interesse

Die Begegnungen mit Menschen habe er bei seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten stets als ein persönliches Geschenk empfunden, so der neue Preisträger in seinen Dankesworten. Möglich sei dies alles allerdings nur mit Unterstützung seiner Familie gewesen. Insbesondere seiner Ehefrau sei er zu großem Dank verpflichtet: „Danken möchte ich allerdings auch meinem Vater, der mir auf gemeinsamen Spaziergängen unsere Heimatgeschichte nähergebracht hat. Das Interesse dafür wurde also schon in frühen Jahren geweckt und ist im Laufe meines Lebens zu einem Selbstläufer geworden.“

 
 

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