Von Enteignungen, Bauernhöfen und unterschlagenen Namen

Bad Laasphe..  „Es macht mir richtig Spaß“, gab sich Jochen Karl Mehldau fröhlich nach der Vorstellung seines neuen Buches im Laaspher „Haus des Gastes“. Über zwei Jahre stöberte der Hobbyhistoriker durch alte Kirchen- und Gemeindebücher, um sein Werk „Haus- und Familienchroniken Banfetal“ fertigzustellen.

Auf mehr als 400 Seiten schreibt Mehldau über Enteignungen, Steuererhöhungen und Familienverhältnisse in den Ortschaften Fischelbach, Sohl, Hesselbach, Banfe, Herbertshausen, Laaspherhütte und Bernshausen. Besonders letzterer hat es dem Heimatforscher angetan: „Die Entwicklung in Bernshausen war für mich persönlich am interessantesten.“ Durch intensive Rechersche fand Mehldau beispielsweise heraus, dass drei Bauernhöfe in der Ortschaft durch die Grafen von Wittgenstein ohne Entschädigung enteignet wurden. „Das Buch hat Hand und Fuß und ist eine tolle Basis zum Weiterforschen“, fuhr der Karlsruher fort, der bei seiner Arbeit rege Unterstützung von Freunden und anderen Forschern erhielt.

Mehr als 300 Stück Auflage

„ Wir haben Glück. Die Historie ist hier noch erhalten und vom Krieg verschont worden“, zeigte sich auch Dr. Torsten Spillmann, Bürgermeister der Stadt Bad Laasphe, erfreut über Mehldaus Arbeit. Das Buch selbst ist in zwei große Teile gegliedert. Zum einen dreht sich das Werk um die genannten Dörfer des Laaspher Raumes, zum anderen findet der Leser interessante Fakten über die damaligen Familien der Ortschaften. „Haus- und Familienchroniken Banfetal“ gibt es ab sofort in den beiden Laaspher Buchhandlungen zu erwerben.

 
 

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