Viermal „sehr gut“ und noch mehr

Ohne die Leistung aller am Jubiläum beteiligten Sänger zu schmälern: Die größte Mühe dürfte sich wohl vorab der Ehrenvorsitzende gemacht haben. Günter Knebel lieferte zwar einen Abriss über die 125-jährige, wechselvolle Geschichte des MGV Eintracht, der ursprünglich unter dem Namen „Arion“ ins Leben gerufen wurde, konzentriert hat er sich allerdings auf die vergangenen 25 Jahre samt Robert-Stolz-Gala mit Elmar Gunsch im Jahr 1996 oder dem Konzert mit Günter Wewel. Unvergessen ist auch die Leistung von Bernd Stremmel, der den Chor 1980 in einer schwierigen Phase übernahm – und dank hohem Einsatz aller Beteiligten zu alter Stärke zurückführte.

2,5 Millionen Zuschauer

Knebel rief die erfolgreichen Wettbewerbe wie den Zuccalmaglio 2004 in Erinnerung. Unvergessen auch die erste Teilnahme beim Meisterchor-Singen in Rheine: Die Berghäuser fuhren damals mit viermal „Sehr gut“ wieder nach Hause.

Der Ehrenvorsitzende ging zudem auf die sinkende Zahl der Aktiven und der Chöre in vielen ländlichen Regionen ein. Ein Patentrezept hatte er in seiner Festrede zwar auch nicht parat, die Chöre sollten aber ständig ihre aktuelle Situation selbstkritisch hinterfragen. Günter Knebels Appell an die Verantwortlichen: „Alternative Zukunftsmodelle“ zu entwickeln, die individuell auf jeden Chor zugeschnitten sind.“

Einige Anekdoten hat er auch zusammengetragen. Wohl nicht alle Berleburger wissen es, aber der MGV Eintracht hat einmal vor 2,5 Millionen Zuschauern gesungen – bei der Fernsehsendung „Schöne Bescherung“ im WDR.

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