Tipp: Mindestlohn-Leistungen stets schriftlich vereinbaren

Wingeshausen..  Zahlenmäßig etwas größer hätte der Zuspruch bei der Versammlung im Bauernhofcafé Sonneborn über den Dächern von Wingeshausen schon sein dürfen. Die Info-Veranstaltung richtete sich an alle Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau in den Gebieten Siegen-Wittgenstein, Olpe und dem Hochsauerlandkreis.

Gastgeber Oliver Beitzel, seines Zeichens Vizepräsident der Landwirtschaftskammer aus der Gruppe der Arbeitnehmer, hatte sich im Vorfeld mit Bernward Nelle von der Kreisstelle Hochsauerland mit Sitz in Meschede um Referenten bemüht. Beispielsweise war Hartmut Osterkamp von der Landwirtschaftskammer NRW der Einladung nach Wittgenstein gefolgt.

Der Zoll kontrolliert

Seine Einrichtung bekommt aktuell die meisten Anfragen zum Thema Mindestlohn. Hier gibt es laut dem Arbeitnehmerberater ein besonderes Problem, denn viele Aushilfskräfte arbeiten auf 450-Euro-Basis auf den Bauernhöfen, parallel dazu gehen sie noch einer Tätigkeit in der Industrie nach. Osterkamp machte deutlich, dass in Sachen Mindestlohn alle erbrachten Arbeitsleistungen schriftlich festgehalten werden müssen und dass die Aufbewahrungsdauer exakt zwei Jahre beträgt. Kontrolliert wird das laut Osterkamp vom Zoll, der Finanzbehörde oder von den Prüfern der Deutschen Rentenversicherung.

Psychische Schäden das Schlimmste

Anschließend referierte Andreas Massing über ein leidiges Thema, das in den vergangenen Jahren massiv in den Vordergrund gerückt ist – der Vertreter der LVM-Versicherung ging auf die steigende Zahl von Einbrüchen in landwirtschaftlichen Anwesen ein. Sein Rat: Zusätzliche Riegel, beispielspielsweise an Fenstern und Lichtschächten, sind unumgänglich. Je länger die Täter benötigen, um in eine Maschinenhalle einzudringen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihr Vorhaben aufgeben.

Bei solchen Taten, auch das weiß der Versicherungsexperte aus zahlreichen Schadensmeldungen, ist oft der materielle Schaden nicht das Schlimmste. Immer öfter kommt es vor, dass die Opfer solcher Straftaten psychische Schäden erleiden.

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