Tierische Idylle mitten in Hesselbach

Annette Bernshausen füttert hier die Schafe samt Nachwuchs. Die tierische Idylle am Hesselbacher  Eichhof wird komplettiert durch drei Esel. Einer ist Hintergrund  zu erkennen.
Annette Bernshausen füttert hier die Schafe samt Nachwuchs. Die tierische Idylle am Hesselbacher Eichhof wird komplettiert durch drei Esel. Einer ist Hintergrund zu erkennen.
Foto: WP

Hesselbach..  Lämmer sind jetzt im Frühling eine Attraktion an dem namenlosen Weg, der vom Ortskern in Hesselbach hoch zur Straße an die „Kleine Aue“ führt. Auf der Wiese zur linken grasen drei Esel, und hinter der rechten Umzäunung herrscht ebenfalls das pure Leben.

Zu verdanken haben die Besucher diese tierische Idylle der Familie Bernshausen, die sich vor fast zehn Jahren dazu entschlossen hat, Schafe zu züchten. Annette Bernshausen verrät Einzelheiten: „Wir haben Kamerunschafe und die haben zurzeit dreimal zwei Lämmer.“ Diese Rasse ist den meisten wohl bekannt, aber wobei handelt es sich um Oussant-Schafe? Die werden auch als Bretonische Zwergschafe bezeichnet, und gelten als kleinste Schafrasse Europas. Diese Muttertiere führen zusätzlich noch zweimal Nachwuchs.

Im Altertum Opfertier

Im Altertum galten Lämmer zur Osterzeit übrigens als das klassische Opfertier. Ihr Fleisch zierte deshalb oft die Altare. Da trifft es sich ganz prima, dass die Familie Bernshausen über keinen Altar verfügt.

Das Schlachten von Tieren ist aber ganz und gar nicht ihr Ding. „90 Prozent der Schafe werden verkauft und dann primär zu Zuchtzwecken“, so die Züchterin. Schafe passen übrigens ganz hervorragend in die Wittgensteiner Landschaft. Sie gelten als relativ anspruchslos und vor allem als widerstandsfähig. Nur eines können sie nicht so gut leiden – Regen. Deshalb muss stets eine überdachte Unterstellmöglichkeit vorhanden sein.

Die Lämmer an dem Weg ohne Namen haben schon einige Tage auf Buckel, die ungewohnte Märzkälte macht ihnen aber ebenfalls nichts aus. Nur die ersten drei Tage verbringen sie im Stall. Um groß und stark zu werden füttert Annette Bernshausen primär nur Heu und Gras.
Trotz der Zuchterfolge ist vis à vis den drei Eseln keine Expansion anvisiert. „Alles soll klein und fein bleiben“, und für die Schafe und Lämmer wünscht sich die tierliebe Hesselbacherin vor allem Gesundheit.

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