Strom für 12500 Haushalte und 80.000 Tonnen Pellets

Foto: WP

Schameder/Bad Laasphe..  Das Blockheizkraftwerk mit angeschlossenem Pelletwerk läuft gut. Das lässt sich aus den Zahlen lesen die der NRW-Pellets-Geschäftsführer Thomas Wiedenhöfer der Zweckverbandsversammlung am Donnerstag vortrug. Um so erstaunter nahm die Verbandsvertreter-Versammlung die Nachricht auf, dass sich der Kraftwerksbetreiber RWE langfristig vom Standort Schameder trennen möchte (Wir berichteten). Es ist offenbar ein Verkauf des Kraftwerkes samt Pelletfabrik geplant, nicht aber die Schließung des Komplexes, so Wiedenhöfer. Das Biomasse-Kraftwerk mit seiner Kraftwärme-Kopplung habe einen Wirkungsgrad zwischen 65 und 85 Prozent und liefere 7 Megawatt Strom sowie 15 Megawatt thermische Energie. Diese Abwärme werde in den Prozess der Pelletproduktion eingespeist. Neben Waldrestholz und Holzschnitt aus der so genannten Landschaftspflege, die aus einem Umkreis von bis zu 150 Kilometern zum Kraftwerk gefahren werden, verbrauche das Biomassekraftwerk hauptsächlich Holz aus Wittgenstein, betonte Wiedenhöfer. Allein im Jahr 2012 seien dort 80.000 Tonnen Holz verfeuert worden. Damit sei Strom produziert worden, der für umgerechnet 12.500 Haushalte gereicht habe.

Pachtvertrag soll verlängert werden

NRW-Pellets habe in Schameder rund 80.000 Tonnen Pellets als Sackware und als Schüttgut produziert und dafür rund 48.000 Kilowattstunden Wärme aus dem Kraftwerksprozess genutzt. Anders als an vielen anderen Standorten habe NRW-Pellets in Schameder kein Sägewerk als Rohstofflieferanten und direkten räumlichen Nachbar. Das Werk sei aber auch in der Lage, Holzhackschnitzel und sogar Rundholz zu verarbeiten. Aus diesem Grund wolle man auch den Pachtvertrag über eine als Rundholzlager genutzte Fläche mit dem Zweckverband Region Wittgenstein verlängern, so Wiedenhöfer.

 
 

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