Schwere Aufgabe in 140 Metern Höhe

Mit einem Kran-Giganten soll ein neuer Generator in das Maschinenhaus einer Windkraftanlage am Alertsberg bei Banfe  gehoben werden. Das sind mehr als 140 Meter Höhenunterschied.
Mit einem Kran-Giganten soll ein neuer Generator in das Maschinenhaus einer Windkraftanlage am Alertsberg bei Banfe gehoben werden. Das sind mehr als 140 Meter Höhenunterschied.
Foto: WP

Banfe/Hesselbach..  Ein aufregendes Spektakel für Technikfreunde spielt sich zurzeit auf dem Alertsberg zwischen Banfe und Hesselbach ab. Ein riesiger Kran ist in den vergangenen Tagen dort aufgebaut worden, um einen Generator in einer Windkraftanlage auszutauschen.

Allerdings macht dem Windparkbetreiber Wittgenstein New Energy das Wetter einen Strich durch die Rechnung: „Wir sind in Petrus’ Hand“, sagt Projektleiter Cliff Reppel. Die angekündigten Gewitter sorgen für sicherheitsbedingten Stillstand auf der Baustelle. Um den neun Tonnen schweren Generator austauschen zu können, müssen wir das Dach des Maschinenhauses an der Windkraftanlage abnehmen. Dann muss es auf jeden Fall trocken sein.“

Wind ist ein großes Problem

Außerdem müssen die Arbeiter am Kran-Giganten auch auf den Wind achten. „Die Geschwindigkeit darf nicht höher sein als neun Meter pro Sekunde, momentan haben wir aber mit 17 Metern pro Sekunde fast doppelt so viel“, erläuterte Cliff Reppel noch gestern Vormittag im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Voraussetzungen für den Generatorentausch waren also denkbar schlecht. „Wir brauchen ein Zeitfenster von vier bis sechs Stunden für den Generatorentausch. Wenn wir anfangen, muss das alles in einem Arbeitsgang erledigt werden. Wir können den Kranhub beispielsweise nicht unterbrechen“, so Reppel weiter.

Warum der Stromerzeuger in der Windkraftanlage defekt ist, weiß der Projektplaner noch nicht. „Für uns war das schon ein Schlag ins Gesicht, schließlich sind die Anlagen ja erst zwei Jahre alt“, ärgert sich Reppel. Priorität hat für die Wittgenstein New Energy aus Bad Laasphe jetzt aber der Austausch, damit die Anlage wieder läuft und Stromproduziert.

Ursache wird untersucht

Die technische Ursache für den Defekt wird nach dem Gerätetausch beim Hersteller geklärt. Davon hängt letztlich auch ab, ob es sich sozusagen um einen Garantiefall handelt und wer die Kosten für diese große Tauschaktion zu tragen hat. Allerdings ist ein Generatorentausch auch keine Hexerei, sondern für Windkraftanlagen-Hersteller auch „nichts ungewöhnliches“, so Reppel weiter. Bei den anderen Anlagen in Bad Laasphe hat vorsorglich inzwischen eine technische Überprüfung stattgefunden, die keine Fehler festgestellt hat.

Einbahnstraßen-Regelung bis 15. Mai

In Bad Laasphe geht diese Windkraftanlagen-Reparatur mit einer Straßensperrung der Kreisstraße 36 einher. Dort gilt noch bis voraussichtlich 15. Mai eine Einbahnstraßenregelung von Bad Laasphe Richtung Hesselbach. Der Kran für den Tausch wurde aus Einzelteilen zusammengesetzt, die von 70 Lastwagen über dieser Route angefahren wurden. Der Abbau der Maschinen wird anschließend noch einmal etwa ein Woche dauern.

 
 

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