Schwarzstorch kann für Investoren von Windkraft-Anlagen zum Problem werden

Schwarzstorch in Wittgenstein
Schwarzstorch in Wittgenstein
Foto: WR
Der Schwarzstorch fühlt sich in Wittgensteins Wäldern sehr wohl. Das nach wie vor streng geschützte Tier gehört zu jenen Arten, auf die auch die Windenergie Rücksicht nehmen soll. In Bad Laasphe könnte die Verbreitung von Ciconia nigra, so lautet sein lateinischer Name, für die Investoren zum Problem werden.

Bad Laasphe. Einige nachgewiesene Horste im Südwesten des Stadtgebietes liegen dicht an den Bereichen, die die Stadt als Windkraft-Vorrangzonen ausweisen will. Speziell die Flächen der Fürst Wittgenstein’schen Waldbesitzergesellschaft könnten betroffen sein. Henning Graf Kanitz als Leiter der Rentkammer Wittgenstein bestätigte entsprechende Informationen der Heimatzeitung. „Wir wissen wo die Schwarzstörche brüten und bemühen uns, sie zu schützen.“ In den hessischen Besitzungen baue man ihnen beispielsweise Plattformen, um das Nisten zu erleichtern. Außerdem genössen ihre Horstbäume strengsten Schutz.

Gutachten zur Tierwelt in den Plangebieten

Was die Windkraft-Pläne von Bernhart Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein anbelangt, laufen laut Graf Kanitz seit drei Monaten gutachterliche Untersuchungen zur Tierwelt in den Plangebieten. Von einer Beeinträchtigung des Storches durch Windkraftanlagen, geht Graf Kanitz nicht aus. Im hessischen Vogelsberg habe die Population trotz der gleichzeitigen Zunahme von Windrädern ebenfalls zugenommen.

Der Drei-Kilometer-Radius um einen Horst sei noch nicht gesetzlich festgeschrieben. Aus Graf Kanitz’ Sicht müsse vielmehr überprüft werden, in welche Richtung die Tiere zur Nahrungssuche aufbrächen. Der Rentkammerleiter geht fest davon aus, dass man das Wohl der Schwarzstörche mit der Nutzung von Windenergieanlagen vereinbaren könne.

 
 

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