Restliches Vermögen aus Insolvenz geht jetzt an die Gläubiger

Bad Berleburg..  Der Verein für soziale Dienste und Arbeit (SoDA e.V.), fast 30 Jahre lang in Bad Berleburg aktiv, ist nun wohl endgültig Geschichte. Im Mai 2013 hatte der Vereinsvorstand Insolvenz beantragt – jetzt werden die letzten rund 75 000 Euro des Vereinsvermögens unter den Gläubigern verteilt. Und eine Neuauflage des sozialen Konzepts für Arbeitslose unter anderen Vorzeichen sei nicht in Sicht – das sagt unserer Zeitung der langjährige Vorsitzende Helmut Krumm, bis 2009 Pfarrer in Erndtebrück.

Rückblende: Seit der Gründung 1984 konnte SoDA, grundfinanziert vom Kirchenkreis Wittgenstein, reichlich staatliche Fördermittel bekommen, um Arbeitssuchende zu beschäftigen – zum Beispiel im Raumländer Möbellager. 20 Jahre lang organisierte der Verein damit – und nicht zuletzt dank vieler Partner aus der Region – eine Vielzahl von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM), bei denen die Vermittlungsquote in den ersten Arbeitsmarkt immerhin bei 14 bis 17 Prozent gelegen habe. Mit der „Agenda 2010“ des damaligen SPD-Bundeskanzlers Gerhard Schröder wurde es dann schon schwieriger: Etliche Förderprogramme wurden nicht mehr aufgelegt. Zum Schluss fehlten jährlich 60 000 Euro, hatte der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Carsten Koch aus Weilburg, ausgerechnet.

Letzte Formalität: die Löschung

In der letzten Versammlung des Vereins im Sommer 2013 informierten Krumm, Volker Kohlberger und Hans-Gerhard Tuschhoff vom damaligen SoDA-Vorstand sowie Geschäftsführer Ralf Dietermann dann die Mitglieder über den Entschluss, in die Insolvenz zu gehen.

Um die Insolvenz noch abzuwenden, „haben wir da gearbeitet wie die Bekloppten“, formuliert es Krumm salopp – und im letzten Jahr des Bestehens die Verwaltung sogar noch ehrenamtlich gemacht. „Für mich ist das Kapitel abgeschlossen“, so der frühere Erndtebrücker Pfarrer. Vielleicht werden sich in Kürze die ehemaligen Mitglieder noch einmal treffen, um sich die rund 300 Fotos rund um die Vereinsaktivitäten anzusehen. Eine der letzten Formalitäten nun: die Löschung von „SoDA“ aus dem Vereinsregister.

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