Raum für Flüchtlinge – „Keine echte Möglichkeit“

Bad Berleburg..  Die täglich steigende Zahl der Flüchtlinge stellt die NRW-Landesregierung vor immer größere Probleme, Innenminister Ralf Jäger sprach jüngst von „akutem Handlungsbedarf“ (die WP berichtete). Aus Arnsberg kam nun der Aufruf, nach Möglichkeit weitere Gebäude in Größenordnungen für mindestens 150 Zuwanderer zur Verfügung stellen. Die Heimatzeitung hat in den drei Wittgensteiner Kommunen angefragt, ob sie der Bitte der Bezirksregierung nachkommen können.

Hauptschule keine Option

Thomas Müsse, Kämmerer in Erndtebrück, stellt klar: „Wir können nach wie vor kein passendes Objekt zur Verfügung stellen.“ Auch in Bad Laasphe sehe man „keine echte Möglichkeit“, wie der Beigeordnete Dieter Kasper einräumt: „Wir versuchen zwar weiterhin, zusätzlichen Wohnraum für Asylbewerber zu schaffen, sind aber praktisch am Ende unserer Kapazitäten angelangt.“ Die leerstehende, städtische Hauptschule sei keine Option. Kasper: „Es müssten unter anderem Sanitäranlagen installiert werden. Es gab Überlegungen bezüglich möglicher Umbauten, aber die anfallenden Kosten würden uns regelrecht erschlagen.“

Rothaarklinik ausgelastet

Regina Linde, Pressesprecherin der Stadt Bad Berleburg, verweist auf die Rothaarklinik, die nach Abschluss der Brandschutzmaßnahmen 500 statt wie bisher 300 Zuwanderer aufnehmen können wird. Aktuell sind dort etwa 290 Menschen untergebracht.

„Wir heißen die Zuwanderer herzlich willkommen“, sagt Linde, „darüber hinaus aber können wir keine weiteren Einrichtungen mehr zur Verfügung stellen.“

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