Pension Roth erkannt

Hesselbach..  Mit der Veröffentlichung eines alten Bildes aus dem Fundus unserer Leserin Ursula Buschmann ist Kristin Roth aus Hesselbach eine große Freude bereitet worden; als sie am vergangenen Mittwoch das Bild sah, schrieb sie spontan der Heimatzeitung: „Ich sitze gerade in diesem Haus – Hotel Pension Roth in Hesselbach, sehr schönes Bild...“.

Kristin ist die Tochter von Taxi- und Reise-Unternehmer Heribert Roth, der wiederum der Bruder von Claudia Roth. Sie haben zu Hause in alten Unterlagen gesucht und drei Prospekte aus dem Luftkurort Hesselbach zu Tage gefördert. In einem ist eine sehr ähnliche Ansicht des Hauses, wie es in unserer Rubrik „Wer kennt die Heimat“ veröffentlicht worden war.

Und hinter dem Gebäude steckt eine Geschichte: Vorfahre Heinrich Roth betrieb in Hesselbach ein Baugeschäft und hatte auch eine Weberei. Im Jahr 1926 errichtete er das Haus an der Hesselbacher Straße, und betrieb seit Anfang der 1930er Jahre dort eine Pension. Heinrich Roth war emsig, rekrutierte später mit seinem Sohn Günter Sommerfrischler. Dankbar waren vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg Bergleute aus dem Ruhrgebiet. Sie wurden vom „Reiseservice Roth“ von ihrer Haustür abgeholt und nach dem Aufenthalt im Luftkurort Hesselbach wieder heim gebracht. Das Dorf hatte sogar einen Kur- und Verkehrsverein; Günter Roth war Vorsitzender.

In alten Prospekten wurde eifrig für „Hesselbach im Waldparadies Westfalens“ geworben. Da ist die Rede von der Pension Roth mit sieben Doppel- und sechs Einzelzimmern. Fließendes kaltes und warmes Wasser sowie Zentralheizung sind vorhanden. Neben dieser Pension gab es Anfang der 1970er Jahre noch Haus Inge, Haus Else, Haus Martha und Haus Waltraud. An eine Sache erinnert sich Claudi Roth besonders gern: Das riesige Blumenmeer ums ganze Haus.

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