Neuer Standort für Bauschutt-Platz

Der Bauschutt- undRecycling-Platz von Berge-Bau an der Ecke B 62/K 45 im Gewerbe- und Industriegebiet „Jägersgrund II“. Weil hier der Platz fehlt, soll die Anlage an den Rand des Indu-Parks umziehen – auf ein größeres Gelände.
Der Bauschutt- undRecycling-Platz von Berge-Bau an der Ecke B 62/K 45 im Gewerbe- und Industriegebiet „Jägersgrund II“. Weil hier der Platz fehlt, soll die Anlage an den Rand des Indu-Parks umziehen – auf ein größeres Gelände.
Foto: WP
Macht auch die Bezirksregierung in Arnsberg mit, könnte Berge-Bau bei Schameder vom Gewerbegebiet „Jägersgrund II“ an den Rand des Indu-Parks Wittgenstein wechseln. Die Gemeinde Erndtebrück versucht bereits, hier Baurecht zu schaffen.

Schameder/Balde..  Der Bauschutt- und Recycling-Platz der Erndtebrücker Firma Berge-Bau, im Gewerbegebiet „Jägersgrund II“ direkt an der Kreuzung B 62/K 45 gelegen, könnte schon bald an den nordöstlichen Rand des Industrieparks Wittgenstein umziehen. Dafür möchte die Gemeinde Erndtebrück jetzt Baurecht schaffen. Hintergrund: Damit die Firma den gesetzlichen Vorgaben zur Material-Trennung und -Wiederverwertung nachkommen kann, braucht sie mehr Platz. Und den hat sie am jetzigen Standort nicht. Bislang gestaltet sich die Suche nach einem alternativen Standort schwierig – auch, weil die Bezirksregierung in Arnsberg nicht mitspielt.

Doppelte Größe nötig

„An der B 62 haben wir etwa 5000 Quadratmeter nutzbare Fläche“, sagt Eckehard Hof, einer der Berge-Bau-Geschäftsführer. Nötig sei aber inzwischen das Doppelte. Außerdem, so die Gemeinde Erndtebrück in einer Vorlage zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Bauen und Gemeinde-Entwicklung, „kann es am derzeitigen Standort zu Beeinträchtigungen der Produktionsprozesse in den benachbarten Firmen durch Staubentwicklung kommen – auch wenn die Baufirma stets bestrebt ist, diese durch entsprechende Bewässerung des Materials zu vermeiden.“

Für die geplante neue, mindestens rund 10 000 Qua­dratmeter große Anlage östlich des Flugplatzes Schameder soll nun der Flächennutzungsplan geändert werden. Wo derzeit noch Mais wächst, soll künftig genügend Raum für eine „gewerbliche Baufläche“ sein, die dann Berge-Bau für seine Zwecke nutzt. Erreichbar ist sie über die Straße „Zum Flugplatz“. Weitere Vorteile aus Gemeinde-Sicht: Das Areal abseits von Wohnbebauung falle nicht so sehr ins Auge wie der jetzige Recycling-Platz unmittelbar an der Bundesstraße. Und mit „Restriktionen aus Sicht des Natur- und Artenschutzes“ sei voraussichtlich nicht zu rechnen.

Nun hofft Geschäftsführer Hof, dass sich auch die Bezirksregierung in Arnsberg mit dem vorgeschlagenen Areal anfreunden kann – und Berge-Bau endlich eine „Freigabe“ bekommt. Bislang hatte Arnsberg stets auf freie Flächen direkt im Industriepark als Standort-Alternative verwiesen. Doch genau dies wollen Firma und Gemeinde nicht. Das nun gefundene Areal liege abseits genug, um dort zum Beispiel auch ein- bis zweimal im Jahr den mobilen Steinbrecher zum Einsatz zu bringen, so Hof – aber immer noch nahe genug am Firmensitz Leim­struther Weg und der Bundesstraße für eine vernünftige Anbindung.

Mehr Raum für den Flugplatz

Mit dem Eigentümer der Fläche stehe man in Kontakt. Bis alle Formalitäten erledigt sind und mit dem Bau des neuen Platzes begonnen werden könne, werde es wohl 2016, schätzt Hof. Die dann freigezogene Fläche an der B 62 werde Berge-Bau dann frei vermarkten können.

Mitberaten und mitbeschließen sollen die Politiker heute Abend im Ausschuss (öffentliche Sitzung ab 17.30 Uhr im Rathaus Erndtebrück, Talstraße) auch die Umwandlung einer Fläche für Forstwirtschaft gleich nebenan zu einer für die Luftfahrt. Das wäre dann eine baurechtliche Grundlage für den Flugsportverein (FSV) Wittgenstein, um die Landebahn des Flugplatzes Schameder um die seit langem geplante Windenschleppstrecke verlängern zu können. Eine landschaftsrechliche Genehmigung des Kreises Siegen-Wittgenstein für dieses Vorhaben liegt bereits seit 1994 vor.

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