Neue Bad Laaspher Genossenschaft sucht Mitglieder

Bilden den Gründungsvorstand der Genossenschaft (v.l.): Ulrich Krüger, Erich Horchler, Rudolf Niesyto und Friedrich-Wilhelm Becker.
Bilden den Gründungsvorstand der Genossenschaft (v.l.): Ulrich Krüger, Erich Horchler, Rudolf Niesyto und Friedrich-Wilhelm Becker.
Foto: WP

Bad Laasphe..  Die neue „Energiegenossenschaft Bad Laasphe eG“ sucht Mitglieder: Ende Juli von Bürgern gegründet, wollen sich die Genossen um die lokale und regionale Zukunft erneuerbarer und ökologisch verträglicher Energien kümmern. Mitgliederzahl bisher: 25. Je mehr Bürger mitmachen, so Friedrich-Wilhelm Becker vom Gründungsvorstand, desto aktiver könne die Genossenschaft sein.

Das Ziel

„Wir wollen Energieprojekte über all dort realisieren, wo Bürger daran interessiert sind“, erklärt Becker. Diese Projekte sollten allerdings wirtschaftlich zu betreiben sein, fügt er hinzu. Hier seien auch Mitglieder mit guten Ideen gefragt.

Die Gründung

Rückblende: Über alternative Energiekonzepte für Bad Laasphe habe man sich vor Ort schon länger Gedanken gemacht, erinnert sich Becker. Der letzte Anstoß für die Gründung einer Genossenschaft sei aber im vergangenen Februar gekommen, so Becker – als die Energie-Agentur NRW Politikern im Bad Laaspher Umwelt- und Denkmal-Ausschuss Praxis-Beispiele für Bürger-Energieanlagen präsentiert habe – und der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband passende Organisationsmodelle.

Erste Projekte

Ein erstes Projekt hat die neue Genossenschaft bereits im Visier: die geplante Photovoltaik-Anlage für rund 150.000 Euro auf dem Dach des Städtischen Gymnasiums – ein Gebäude, das sich energetisch bereits auf den neuesten Stand befinde, lobt Becker. Da mache es wirklich Sinn, zumindest einen Teil des Stroms, der im Gebäude verbraucht wird, selbst zu machen – aus Sonnenenergie. Aber auch für Kraft-Wärme-Kopplung über Blockheizkraftwerke (BHKW) sind die Genossen zu haben: Eine Investition ins angedachte Altstadt-Kraftwerk? Warum nicht? Bekanntlich wollen Stadt wie auch Bewohner und Firmen der Altstadt an einem Strang ziehen – um mit mehreren Mini-BHKWs mehr Wohnqualität in die zum großen Teil denkmalgeschützten Häuser zu bringen. Das Land NRW übernimmt wie berichtet bereits jene 142.000 Euro Kosten für das Feinkonzept zum Projekt – eines, das hoffentlich auch auf ausreichend Wirtschaftlichkeit setzt.

Die Unterstützer

Unterstützung bekommen die Genossen von der Stadt Bad Laasphe, aber auch von den Volksbanken. So sitzt im Aufsichtsrat auch Martin Frettlöh von der Volksbank Mittelhessen – und der hat schon bei der Energiegenossenschaft Marburg-Biedenkopf reichlich Erfahrung gesammelt. Ein großer Vorteil aus Sicht des Vorstands.

Energiegenosse werden

Energiegenosse werden kann jeder Bürger, der mindestens einen Geschäftsanteil über 500 Euro erwirbt. Aber auch heimische Unternehmen sind als Anteilseigner willkommen. Jetzt mitmachen lohnt sich, denn: Ab dem 1. Januar 2014 möchte die Genossenschaft eine Art Aufnahmegebühr von 100 Euro pro Anteil erheben. „Die Energiewende geht uns alle an“, wirbt Vorstandsmitglied Ulrich Krüger nicht zuletzt um junge Mitglieder.

 
 

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