Land unter an Eder und Lahn

Die Schnelle Schneeschmelze vor Weihnachten ließ Bäche und Flüsse anschwellen.
Die Schnelle Schneeschmelze vor Weihnachten ließ Bäche und Flüsse anschwellen.
Foto: WP

Wittgenstein. Die warmen Temperaturen an Weihnachten und der einsetzende Regen haben in Wittgenstein nach den Schneekapriolen jetzt die Wasserstände der Bäche und Flüsse durch die Schmelze drastisch steigen lassen.

Am Sonntagabend musste in Elsoff die Feuerwehr in die Jakobstraße anrücken, weil sich dort der sonst kleine Bach in einen reißenden Strom verwandelt hatte und große Geröllstücke und Baumstämme mit anschwemmte. Das Wasser trat über die Brücke und drohte an einem Haus ein Baugerüst umzureisen. Die Feuerwehr sicherte das Baugerüst ab und befreite das Brückengeländer von den großen Geröllstücken.

Auch in anderen Teilen Wittgensteins, beispielsweise im Edertal, stiegen die Flüsse über die Ufer. In Schwarzenau kam die Eder bis in die Gärten der am Ufer stehenden Häuser, lies ganze Straßenzüge wie zum Beispiel die Straße „An der Eder“ in ihrem Wasser verschwinden. Die Anwohner schützten ihre Grundstücke und Hauseingänge, oder die Garagen mit Sandsäcken und Wasserpumpen vor dem Hochwassereinbruch.

2. Laaspher Kunstwerk zerstört

Auch wenige Kilometer vorher, im Bereich des Arfelder Hammer waren Straßen unter Wasser und nicht mehr passierbar. Die im Tal liegenden Wiesen waren in eine einzige Seelandschaft verwandelt worden. So sah es im gesamten Verlauf der Eder aus, von Raumland bis nach Beddelhausen und auch darüber hinaus. Im Bereich der Beddelhäuser Kläranlage und im Zufahrtsbereich zum Seniorenheim musste eine Straße gesperrt werden.

In Bad Laasphe zerstörten die Wassermassen der Lahn und der Laasphe das Kunstwerk „Klafter II“ - Der Künstler Sebastian Böhm aus Trier hatte mit seinem Kollegen Mario Petry dort einen Klafter Brennholz auf einem Fundament aus Steinen in Metallkörben aufgeschichtet. Ohrenzeuge Hugo Wehn aus der Brückenstraße hatte gegen 5 Uhr morgens am Heiligabend gehört, wie die Skulptur sprichwörtlich den Bach runter ging. (Siehe Lokalseite 2). Nachdem Zusammenbruch des „Pilzwaldes“ aus Dachlatten ist damit bereits das zweite Kunstwerk des 2. Bad Laaspher Bildhauersymposiums vom Juli 2012 durch Naturgewalten zerstört worden.

Von den Wassermassen profitierten lediglich die Wasservögel: Graureiher, Stockenten und Kanadagänse machten es sich am und im Wasser gemütlicht. mb/lpd

 
 

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