Komfort für „Otto Normal“

Helios Klinik Privatstation Wahlleistungszimmer Bad Berleburg
Helios Klinik Privatstation Wahlleistungszimmer Bad Berleburg
Foto: WP
Immer mehr Wittgensteiner haben Vertrauen in die Helios-Klinik und die reagiert jetzt auf diesen Zuwachs an gesetzlich Versicherten:Künftig werden die privaten Zimmerfür die „Otto Normal“-Versicherten zugänglich sein.

Bad Berleburg.. Die Helios Gruppe hat ihrer Tochter, der Bad Homburger Helios Privatkliniken GmbH, die privaten Betten im Berleburger Krankenhaus gekündigt. Der Grund: Die Zimmer werden für die steigende Anzahl der gesetzlich versicherten Patienten benötigt. Die Möglichkeit der Wahlleistungen in den nunmehr elf Komfortzimmern in der Klinik bleibt erhalten.

Diese Informationen unserer Zeitung bestätigte gestern Helios-Regionalsprecher Tobias Pott: „Die Fallzahlen haben sich in Bad Berleburg erfreulicherweise so gut entwickelt, dass wir mehr Platz für die gesetzlich Versicherten brauchen“. Da diese Patienten aus rechtlichen Gründen nicht in einer Privatklinik untergebracht werden dürfen, mussten in der Vergangenheit sogar schon Kranke in andere Kliniken geschickt werden, weil das Haus voll belegt war. Gleichzeitig hatten immer mehr gesetzlich versicherte Patienten die Komfortzimmer mit Wahlleistung bei eigener Zuzahlung bevorzugt. Vielfach hätten sich Patienten für die komfortabel ausgestatteten Einzel- oder Doppelzimmer auf Ebene III im Krankenhaus entschieden. Dort können weiterhin auch privat versicherte Patienten behandelt und versorgt werden.

„Wir wollen Patienten nicht an andere Kliniken verweisen müssen, sondern die Bettenzahl in unserem Akutkrankenhaus in Bad Berleburg durch diese Maßnahme erhöhen“, sagte Pott, der resümierte, dass „diese Entwicklung für die Helios Klinik gut ist.“ Es zeige nämlich, dass immer mehr Wittgensteiner vertrauen in das Krankenhaus gewonnen haben. Pott gestand aber auch ein, dass durch die Umstrukturierung „eine halbe Planstelle der Privatklinik gestrichen“ werden musste.

Der Regionalsprecher geht sogar davon aus, dass mittelfristig die derzeitige Bettenzahl von insgesamt 127 noch einmal erhöht werden muss, wenn die akut-medizinische Neurologie in Bad Berleburg angesiedelt werden sollte. Der weitere Bettenbedarf könnte dann nur durch einen Anbau, für den die Planungen bereits in den Helios-Schubladen liegen, aufgefangen werden. In diesem Fall würde die momentane Intensivstation in einen Anbau umziehen und damit der neuen Station für Neurologie Platz machen.

Die Wichtigkeit einer solchen Akut-Behandlung für Schlaganfälle machte Pott noch einmal deutlich: „Jede Sekunde zählt und damit ist eine wohnortnahe Versorgung bei Schlaganfall-Patienten ex­trem wichtig. Bislang müssen diese Menschen bis nach Siegen transportiert werden.“

Die Entscheidung über die Ansiedlung einer akut-medizinischen Neurologie in der Berleburger Helios Klinik muss das Land NRW treffen. Bislang ist dafür noch die „Emmaburg“-Klinik in Bad Laasphe ausgewiesen.

 
 

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