Kirchenkreis sammelt für Hungernde

Diese Fotos sind zwei Jahre alt - dankbar nahmen die Menschen im tansanischen Kirchenkreis Ngerengere damals die Maismehl-Säcke von Superintendent Christian Seseme (ganz in Schwarz) entgegen, die durch die Unterstützung aus dem Hungerfonds des Wittgensteiner Kirchenkreises gekauft werden konnten.
Diese Fotos sind zwei Jahre alt - dankbar nahmen die Menschen im tansanischen Kirchenkreis Ngerengere damals die Maismehl-Säcke von Superintendent Christian Seseme (ganz in Schwarz) entgegen, die durch die Unterstützung aus dem Hungerfonds des Wittgensteiner Kirchenkreises gekauft werden konnten.
Foto: WP

Wittgenstein/Ngerengere..  Recht genau ein Jahr ist vergangen, seitdem im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein bei vielen Passionsandachten in Wittgenstein und Hochsauerland Geld für den Hungerfonds gesammelt wurde, aus dem der Kirchenkreis-Partnerschaftsausschuss Menschen im Partnerkreis Ngerengere bei akuten Lebensmittel-Engpässen in Afrika unterstützt. Auch aufgrund von Klima-Veränderungen wachsen die Zahl und die Dauer der Dürreperioden in Tansania insgesamt und damit auch in dem Wittgensteiner Partnerkirchenkreis.

In den vergangenen Jahren gab es in immer kürzer werdenden Abständen von den Partnern in Tansania die Bitte, ihnen etwa nach Ernteausfällen finanziell beizustehen. Mit Hilfe des Hungerfonds kann der Partnerschaftsausschuss des Kirchenkreises schnell und unbürokratisch Abhilfe schaffen. Zum Partnerschaftsausschuss gehören neben seinem Vorsitzenden, dem Oberndorfer Pfarrer Oliver Lehnsdorf, auch noch zahlreiche engagierte Mitstreiterinnen aus Wittgenstein selbst, aber auch aus dem Hochsauerland.

In den vergangenen sechs Jahren waren es insgesamt knapp 7500 Euro, die aus dem Hungerfonds des Wittgensteiner Kirchenkreises nach Ngerengere überwiesen wurden, allein im vergangenen Jahr wieder 2000 Euro: sowohl im Juli als auch im Dezember je 1000 Euro. Wie immer sei das Geld fürs Grundlegende gebraucht worden, so Oliver Lehnsdorf: nämlich für Mais. Aus Maismehl backten die Menschen ihr Brot, mit Mais bereiteten sie Ugali zu. Ein Gericht, das in den schlechten Zeiten zu jedem Mittagessen dazugehöre. Versorgt wurden nicht nur Menschen in den größeren Ortschaften, auch in unzugänglichere Außenbezirke habe man mit einem gemieteten Jeep wieder Maismehl gebracht.

Um den Hungerfonds zu unterstützen, wurden in den vergangenen drei Jahren die Presbyterien der Gemeinden im Wittgensteiner Kirchenkreis gebeten, sich zu überlegen, ob die Passionskollekten der Gemeinden dafür eingesetzt werden könnten. Gern nahmen einige Kirchengemeinden den Impuls auf, gerade in der Passionszeit die weltweite Verbundenheit zu spüren und zu erleben. In der Passionszeit des vergangenen Jahres kamen 1985 Euro für den Hungerfonds zusammen, im gesamten Jahr 2014 waren es knapp 3000 Euro. Wobei es neben gemeindlichen Passionskollekten dankenswerterweise auch Privatspenden gab.

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