Keine Ruhe im „Wald-Windpark“

Windrad-Bau in Bad Laasphe: Die neue Bürgerinitiative WEGAS möchte aus ihrer Sicht darüber informieren, welche Chancen und Risiken sie in solchen Projekten sieht.
Windrad-Bau in Bad Laasphe: Die neue Bürgerinitiative WEGAS möchte aus ihrer Sicht darüber informieren, welche Chancen und Risiken sie in solchen Projekten sieht.
Foto: WP
Im Stadtgebiet Bad Laasphe sollen zehn weitere Windkraftanlagen entstehen, unter anderem nahe der Ortschaft Sohl. Inzwischen hat sich dazu eine Bürgerinitiative gegründet, welche die Projekte kritisch betrachtet: WEGAS steht für „ Wind-Energie-Gewinnung, aber sinnvoll“. Für 14. Februar lädt die BI zum Info-Abend ins Fischelbacher Lutherhaus ein.

Bad Laasphe..  „Wie sinnvoll sind Windenergieanlagen?“ Unter diesem Motto informiert die neu gegründete Bad Laaspher Bürgerinitiative WEGAS (Wind-Energie-Gewinnung, aber sinnvoll) im Lutherhaus Fischelbach aus ihrer Sicht über die Auswirkungen neuer Windräder, wie sie im Raum Bad Laasphe schon stehen oder noch geplant sind. Termin: Freitag, 14. Februar, ab 19 Uhr. BI-Sprecher Lothar Hayo aus Sohl rechnet mit reichlich Resonanz aus den umliegenden Ortschaften. 100 Stühle sind jedenfalls aufgestellt.

Hintergrund: Windrad-Projekt bei Sohl

Hintergrund ist unter anderem die Kritik von Bürgern aus der Ortschaft Sohl, in deren Nähe der Investor „Juwi“ allein drei von zehn geplanten Windrädern errichten wollte – mit einer Höhe von jeweils rund 200 Metern, im Abstand von 600 bis 700 Metern zur Wohnbebauung.

Nach nicht-öffentlichen Gesprächen zwischen Investor, Stadt Bad Laasphe, Kreis Siegen-Wittgenstein und eingeladenen Bürgern versprach „Juwi“, auf zwei Anlagen zu verzichten und zu prüfen, ob sich die dritte verschieben lasse – auf einen Standort mit 1000 Meter Abstand zu den Häusern. Ziel der BI ist es nun, das Projekt bei Sohl komplett zu verhindern – im Interesse des Naturschutzes.

Den Info-Abend am Freitag werde die BI für Aufklärungsarbeit in eigener Sache nutzen, so Hayo. Kommunalpolitik und Investoren seien nicht eingeladen. „Wir haben rund 260 schriftliche Einladungen in Fischelbach, Hesselbach, Banfe, Bernshausen und Heiligenborn, aber auch in der Laaspher Kernstadt verteilt“, berichtet Hayo. Dabei habe man auch schon das direkte Gespräch mit den Bürgern gesucht. Außerdem machen Plakate in mehreren Geschäften des Banfetals auf die Info-Veranstaltung aufmerksam.

Auch Infraschall ein Thema

Die Zuhörer sollen in Fischelbach erfahren, warum ein „Wald-Windpark“ mit einem Park und der Ruhe im Wald „aber auch gar nichts zu tun“ hat, so die BI in ihrem Info-Flyer. Wie Windräder Lärm bis hin zum Infraschall erzeugen und sich ihr Betrieb auf Natur, Tourismus und Immobilien-Werte auswirken kann. Und, wie wirtschaftlich solche Anlagen sind, ob sich für Bürger eine finanzielle Beteiligung lohnt.

Derweil ist das Interesse an der BI weiter gestiegen. Neben den zwölf Gründern aus drei Ortschaften hat sich die Zahl der weiteren Mitglieder inzwischen von 16 auf 20 erhöht. Und Hayo hofft, dass es noch mehr werden: „Ich denke schon, dass wir den ein oder anderen in unserer Veranstaltung noch überzeugen können“, sagt er.

 
 

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