Kartoffelernte in Hesselbach

Niederlaasphe/Hesselbach..  An einem Mittwochnachmittag im September hieß es für die Kinder der Elefantenklasse 2 der Grundschule Niederlaasphe: „Auf zur Kartoffelernte nach Hesselbach!“ Die Eltern bildeten Fahrgemeinschaften und bald schon standen 16 Zweitklässler und vier Besucherkinder, eine Oma, zwei Mamas und die beiden Lehrerinnen Wiltrud Marburger und Kerstin Frank auf dem Kartoffelacker der Familie Reitz.

Mit Traktor und Kartoffelroder erwartete Gerhard Reitz die ganze Mannschaft. Bevor die Maschinen zum Einsatz kamen, erfuhren die Kinder, wie früher die Kartoffeln geerntet wurden. Nach eigenem Ausprobieren mit der Kartoffelhacke – hier in der Gegend als „Korsch“ bekannt – begriffen sie schnell, dass diese Handarbeit in ständig gebückter Stellung sehr mühsam war, viele helfende Hände erforderte, und das Kartoffelausmachen nicht an einem Nachmittag erledigt werden konnte.

Als der Traktor durch die Furchen fuhr und der Roder die Kartoffeln aus der Erde herausschleuderte, lasen die Kinder begeistert die Körbe voll.Mit so vielen fleißigen Helferinnen und Helfern war der Anhänger nach einiger Zeit vollgeladen.

Nun war eine Pause angesagt, in der sich alle mit leckerem Kartoffelbrot, das eine Mama eigens gebacken hatte, stärken konnten. Hier bestätigte sich, dass das Arbeiten an der frischen Luft hungrig macht: Alle aßen mit großem Appetit das frische Brot – mit oder ohne Butter.

Danach zeigte Gerhard Reitz den Kindern, dass nach dem Abernten des Kartoffelfeldes die Egge zum Einsatz kommt. Sie staunten nicht wenig, dass noch einige Körbe voller Kartoffeln aufgesammelt werden konnten.

Nach getaner Arbeit zog es die Kinder zu dem von Herrn Reitz schon seit Stunden entfachten und nun schwelenden Kartoffelfeuer. Einen großer Topf mit Pellkartoffeln hatte Sabine Reitz bereitgestellt; die Kinder spießten sich eine Kartoffel auf einen Stock und brieten sie in der Glut.

Als sich alle am Spätnachmittag auf den Heimweg machten, hatten sie nicht nur einen großen Korb selbst aufgelesener Kartoffeln im Gepäck, sondern auch die Erfahrung, wie die Kartoffelernte heute noch in unserer Gegend (Nebenerwerbslandwirtschaft) abläuft.

Natürlich werden nun die geernteten Kartoffeln weiter verarbeitet. Gleich in derselben Woche bereiteten die Schülerinnen unter der Anleitung einer Mutter eine leckere Kartoffelsuppe zu. Auch in der Projektwoche bis zum 26. September, die unter dem Thema „Erntedank“ steht, ist die Kartoffel weiterhin im Interesse der zweiten Klasse, hat sie doch das Thema „ Die Kartoffel – eine tolle Knolle“ gewählt.

Bei dem kleinen Erntedankfest der Schule am Freitag, 26. September, von 15 bis 17 Uhr werden Leckereien wie u.a. Reibekuchen mit Apfelkompott, selbstgebackenes Brot aus dem Backhaus mit Kräuterquark oder Marmelade und Köstlichkeiten, die die 4. Klasse im Rahmen eines Ernährung-Führerscheins zaubert, angeboten. Besucher sind willkommen.

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