Investition in Kläranlage spart Energie

Raumland.  Eine vergleichsweise höhere Investition in die Modernisierung der Kläranlage Raumland rechnete sich, und zwar zum Wohle des Gebührenzahlers. Davon hat Abwassermeister Jörg Sonneborn den Betriebsausschuss mit einem kurzen, prägnanten und durch Bilder untermauerten Vortrag überzeugt. Unter dem Strich ergibt sich durch energiesparende Maßnahmen und der Umstieg auf eine neue Technik ein Plus von 1600 Euro/Jahr.

Austausch nach 30 Jahren

Jörg Sonneborn erläuterte das alte Belüftungssystem der Belebungsanlage, wobei mithilfe von Kreiseln der Luftsauerstoff in den Belebtschlamm eingebracht wurde. Sonneborn: „Aber das war mit einem großen Energieeinsatz verbunden, da der Luftsauerstoff von oben eingebracht werden muss. Wegen der Bildung von Aerosolen bestand die Notwendigkeit, die Anlage im Bereich der Kreisel abzudecken, um eine mögliche Gesundheitsgefährdung zu vermeiden.“ Deshalb mussten nach fast 30 Jahren Betrieb die Kreisel samt Abdeckung ausgetauscht werden.

Planung auch für Beddelhausen

Unterdessen hatte Jörg Sonneborn und sein Team an der Kläranlage Aue gute Erfahrungen mit Drehkolbengebläsen und Belüfterplatten gemacht. Da klag es auf der Hand, dieses Prinzip auch in Raumland anzuwenden. Der Abwassermeister erklärt: „Durch den rund 207 000 Euro teuren Umbau konnte die elektrische Anschlussleistung für die Belüftung von 44 kW auf 30 kW gesenkt werden. Dies spiegelt sich im Gesamtstrombedarf der Anlage wider. Wenn man die Jahre 2014 und 2016 vergleicht, sieht man, dass die mittlere Anschlussleistung der Anlage von 27,48 kW auf 22,82 kW gesunken ist. Somit ergibt sich ein Reduzierung des Stromverbrauches um ca. 40 000 Kilowattstunden pro Jahr.“ Dieses System der Plattenbelüftung ist übrigens für nächstes Jahr auch für die Kläranlage Beddelhausen vorgesehen.

Die Ausschussmitglieder quittierten die fundierte Information mit zustimmendem Nicken.

 
 

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