Herde Politiker trifft auf Herde Wisente

Der Umweltausschuss des Kreises Siegen-Wittgenstein informiert sich über das Wisent-Schaugehege und das Wisent-Auswilderungsprojekt bei einem Ortstermin in Wingeshausen.
Der Umweltausschuss des Kreises Siegen-Wittgenstein informiert sich über das Wisent-Schaugehege und das Wisent-Auswilderungsprojekt bei einem Ortstermin in Wingeshausen.
Foto: WP
Der Umweltausschuss des Kreises Siegen-Wittgenstein hatte seine turnusmäßige Sitzung in die Schützenhalle Wingeshausen verlegt und dabei auch gleich die Gelegenheit genutzt, sich bei einem Ortstermin auf dem Rothaarkamm über das Wisentprojekt – genauer gesagt das Schaugehege – zu informieren, „damit wir nicht nur alles vom Schreibtisch aus beurteilen“, wie es die Ausschussvorsitzende Jutta Capito anmerkte.

Wingeshausen..  Mit soviel Aufmerksamkeit hat das sechs Monate alte Wisentkalb Quelle so schnell nicht wieder gerechnet. Aber es erfüllte alle Erwartungen an einen kommenden „Publikumsliebling“ und zeigte sich von seiner besten Seite.

Nachdem das Jungtier erst am Freitag Besuch von Journalisten aller Medien hatte, kamen am Montag nun Dutzende Politiker nach Wingeshausen, um sich die fünfköpfige Wildrind-Herde und das zukünftige Schaugehege anzusehen.

Der Umweltausschuss des Kreises Siegen-Wittgenstein hatte seine turnusmäßige Sitzung in die Schützenhalle Wingeshausen verlegt und dabei auch gleich die Gelegenheit genutzt, sich bei einem Ortstermin auf dem Rothaarkamm über das Wisentprojekt – genauer gesagt das Schaugehege – zu informieren, „damit wir nicht nur alles vom Schreibtisch aus beurteilen“, wie es die Ausschussvorsitzende Jutta Capito anmerkte.

Bezirksregierung hat geprüft

Auf dem für den Verkehr noch gesperrten aber fast fertig gestellten Parkplatz der Wisent-Wildnis-Wittgenstein nutzte dann Johannes Röhl als Vertreter des Trägervereins die Gelegenheit, um Finanzfragen gerade zu rücken. In den Bau des Schaugeheges seien Mittel aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung geflossen, nicht aber in den Bau des Parkplatzes. Das Geld sei im Wesentlichen in die Zaunanlagen und die Begehbarkeit des Geländes geflossen. Außerdem sei die Vergabe der Mittel und ihre Verwendung durch die Bezirksregierung in Arnsberg geprüft worden. „Die haben ein grünes Häkchen dahinter gemacht“, so Röhl.

Das Schaugehege ist aber nur eine Teil – das Guckloch – des Auswilderungsprojektes. Was die Auswilderung der anderen Herde anbelange, sei der Verein bereits sehr weit in den Gesprächen mit dem Land NRW.

Eintrittspreise unter fünf Euro

Damit war auch klar dass der Umweltausschuss des Kreises nicht nur einen Höflichkeitsbesuch auf dem Rothaarkamm machte. Johannes Röhl berichtet weiter, dass das Schaugehege noch im Sommer fertiggestellt werden solle. Im Gespräch mit der Heimatzeitung wollte sich Röhl nicht auf einen exakten Termin festlegen unterstrich aber, dass es nicht mehr allzu lange dauern werde. Wenn die ersten Besucher kommen, werden noch nicht alle Teile der Anlage fertig sein, aber dafür konnte Röhl schon etwas zu den Eintrittspreisen sagen. „Wir werden unter fünf Euro bleiben“, so der 3. Vorsitzende des Trägervereins. Außerdem werde es wohl auch Familienkarten und Jahreskarten geben.

Einen ersten Eindruck davon. welche touristische Attraktion das Schaugehege mit seinen Tieren werden kann, erhielten die Ausschuss-Mitglieder dann schneller als erwartet und vor allem noch ganz ohne Eintrittsgeld. Schon auf dem Gang zum Aussichtspunkt traf die Herde von Politikern auf die fünfköpfige Wisent-Herde mit dem Kälbchen Quelle.

 
 

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