Heiratsantrag von der Bühne aus

Über eine tolle Atmosphäre im Festzelt freute sich der SVO bei der zweiten Auflage seines „Rock Pop unplugged“-Konzerts.
Über eine tolle Atmosphäre im Festzelt freute sich der SVO bei der zweiten Auflage seines „Rock Pop unplugged“-Konzerts.
Foto: WP

Hesselbach..  Weil’s so schön war noch einmal – so lässt sich das Motto des zweiten „Rock Pop unplugged“-Konzerts im Hesselbacher Wiesengrund beschreiben.

Die Premiere gab es im August vergangenen Jahres: als Benefizkonzert zur Finanzierung einer weiteren Schneekanone. Kai Gerhardt (Gitarre/Gesang), Stefan Salgert (Bass) und Tobi Weber (Schlagzeug) brachten handgemachte Rock- und Popmusik zu Gehör, die Veranstaltung kam gut an. Schnell war für die Verantwortlichen vom SV Oberes Banfetal klar, dass es eine zweite Auflage geben würde. Die war ursprünglich schon für Anfang Mai vorgesehen, temperaturbedingt entschied man sich aber für eine Verlegung auf den 25. Mai. Kein bestimmter Benefizzweck, sondern allein der Spaß habe den Ausschlag zur Fortsetzung gegeben, sagte SVO-Vorsitzender Günter Gerhardt im Gespräch mit unserer Zeitung.

Konzert wird Teil der Meisterfeier

Über großen Zuspruch freuten sich die Veranstalter auch diesmal: Rund 200 Besucher kamen im Festzelt zusammen, wo Kai Gerhardt, Stefan Salgert und Tobi Weber erneut feinste Rock- und Popklänge darboten. Die drei Musiker sprechen sich vor jedem ihrer Auftritte kurzfristig ab, sie proben nicht zusammen und haben nicht einmal einen Bandnamen. Umso bemerkenswerter ist insofern die musikalische Qualität, die das Trio in Hesselbach an den Tag legte. Das Repertoire reichte von Katy Perry bis Simon & Garfunkel, von Roy Orbison bis Queen.

Großen Anteil an der tollen Atmosphäre hatten aber auch die A-Junioren des SVO, die zu späterer Stunde als frischgebacken Meister der Kreisliga B1 im Festzelt erschienen. Selbstverständlich hatte sich der Erfolg schon vorher herumgesprochen, doch Kai Gerhardt verkündete noch einmal offiziell: „Unsere A-Jugend ist eben Meister geworden – haben wir genug Bier?“ Das Erscheinen der Meister war gewissermaßen der laute Höhepunkt des Abends, doch es gab auch noch einen leisen Höhepunkt: Den Heiratsantrag, den Kai Gerhardt seiner Freundin Katja Völkel machte. Sie habe es sich kitschig gewünscht, schmunzelte der 27-Jährige – und erklärte, dass er diesem Wunsch nachkomme: Mit dem Robbie-Williams-Song „Angels“, zu dem er sich ans Keyboard setzte, spielte und sang. Da wurde dem Publikum auch klar, wozu die Teelichter bestimmt waren, die ein paar wenige Eingeweihte kurz zuvor verteilt hatten. Offensichtlich hatte der Antragsteller alles richtig gemacht. Die Antwort auf seinen Heiratsantrag war eindeutig – und nicht nur seine Freundin war überwältigt und gerührt. Es bildete sich eine lange Schlange, um das Paar zu beglückwünschen.

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