Global denken und nachhaltig handeln

Bad Berleburg..  Seit April 2013 tourt die bundesweite Bildungskampagne „Fair Future II – Der Ökologische Fußabdruck“ unter dem Motto „Global denken – nachhaltig handeln“ durch Deutschland. Dank der finanziellen Unterstützung der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen können jetzt in NRW 100 000 Schülerinnen und Schüler die Multivision „Fair Future II“ erleben.

Unterstützt von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen und der Stadt Bad Berleburg werden mehr als 300 Schülerinnen und Schüler von der Städtischen Realschule Bad Berleburg und vom Berufskolleg Wittgenstein am Mittwoch, 28. Januar, im Bürgerhaus am Projekttag teilnehmen. Dabei haben sie die Möglichkeit, an weiterführenden Aktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit teilzunehmen. Diese werden mit dem Eine Welt Netz NRW und der BUND-Jugend NRW angeboten und ermöglichen eine langfristige und lokale Auseinandersetzung der Jugendlichen mit dem Thema Faire Zukunft.

Fast drei Planeten wären notwendig

Die Multivision „Fair Future II“, eine multimediale Präsentation, erläutert das Konzept des Ökologischen Fußabdrucks und verdeutlicht die Auswirkungen der Globalisierung, des Ressourcenverbrauchs und des Klimawandels weltweit. Die Multivision zeigt aber auch Lösungen auf. Zusammen mit den Moderatoren und Experten diskutieren die Jugendlichen darüber, wie sie ihren Alltag nachhaltig und fair gestalten können. Die Multimediapräsentation wurde mit Oxfam Deutschland und in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie entwickelt.

Rohstoffverbrauch verdoppelt

In den letzten 40 Jahren hat sich der Verbrauch von Rohstoffen und Energie mehr als verdoppelt. Wenn alle Menschen so leben würden wie wir in Deutschland, bräuchten wir fast drei Planeten, doch Mathis Wackernagel, Begründer des Konzepts des Ökologischen Fußabdrucks stellt klar: „Wir haben nur einen lebenserhaltenden Planeten, exakt einen“. Wolfgang Pekny, Gründer der Plattform Footprint: „Diese eine Welt muss reichen für alles, was wir brauchen und natürlich für alle Menschen“. Marion Lieser, Geschäftsführerin von Oxfam Deutschland fügt hinzu: „Unser Ziel ist eine gerechte Welt ohne Armut, in der die Grundrechte aller Menschen gesichert sind.“

Eigene Lösungsansätze finden

Die Multivision wendet sich an die junge Generation. „Wir wollen Jugendliche dazu motivieren, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und unterstützen sie dabei, eigene Lösungsansätze für eine faire Zukunft zu erarbeiten“, betont Christian Zech vom Vorstand der Multivision e.V. „Fair Future II – der Ökologische Fußabdruck“ ist ein offiziell ausgezeichnetes UN-Dekade-Schulprojekt im Rahmen der Weltdekade 2005-2014 „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“. Schirmherr der UN-Dekade in Deutschland ist der Bundespräsident.

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