Geschäftsplan für Park-Pad überzeugt Jury

VEin Schutz gegen Kratzer an Autotüren überzeugte die Jury: Die sechs Teilnehmer des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland (CJD) Siegen-Wittgenstein freuen sich über ihren Erfolg und 500 Euro beim Wettbewerb „Vom Schüler zum Chef“.
VEin Schutz gegen Kratzer an Autotüren überzeugte die Jury: Die sechs Teilnehmer des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland (CJD) Siegen-Wittgenstein freuen sich über ihren Erfolg und 500 Euro beim Wettbewerb „Vom Schüler zum Chef“.
Foto: WP
Sechs Bewohner des Christlichen Jugenddorfwerks Siegen-Wittgenstein gewinnen den ersten Preis bei „Vom Schüler zum Chef“.

Siegen/Bad Berleburg..  Geht es nach den Bewohnern des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland (CJD) Siegen-Wittgenstein, gehört ein großes Ärgernis, das einem in Parklücken widerfährt, schon bald der Vergangenheit an: Macken in Autotüren. Denn jüngst haben sie beim Wettbewerb „Vom Schüler zum Chef“ mit ihrem Autoschoner „Flink“ den ersten Platz belegt. Edwin Abani, Felix Behringer, Kevin Brunner, Alica Franz, Silas Freiwald, Ramona Kekec und Jasmin Kuhli sind die Mitglieder des Teams „WAS Wittgensteiner Autoschoner“, das von Ilse Krämer geleitet wurde.

CJD stets auf den vorderen Plätzen

Das Team, das im Rahmen einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme der Agentur für Arbeit an dem Wettbewerb teilnahm, hat ein Silikonpad entwickelt, das die lästigen Kratzer an der Autotür verhindern soll. Das Pad wird beim Parken in engen Lücken einfach an die Tür geklebt und soll so möglichen Lackschäden beim Öffnen vorbeugen.

Dabei war dieser Sieg gar nicht einmal die größte aller Überraschungen: Das CJD Wittgenstein mit Sitz in Birkelbach stellt seit mittlerweile drei Jahren Teams für den vom Kreis ausgeschriebenen Wettbewerb und konnte immer einen der vorderen Plätze belegen. Der Wettbewerb, der jedes Jahr im Kulturhaus Lyz in Siegen stattfindet, soll Kreativität, Teamfähigkeit und Planungsgeschick fördern. Die Teilnehmer versuchen mittels einer Präsentation, die Jury von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Im Vorfeld müssen sie zu diesem Zweck einen Business-Plan entwerfen und ihr Produkt natürlich auch auf Marktfähigkeit überprüfen.

Aktive Werbung am Messestand

„Das Projekt war sehr interressant. Es war mitunter auch schwierig, aber insgesamt angenehm“, zieht Edwin Abani Bilanz. Die Jury habe nicht nur den Vortrag bewertet, sondern auch ihren Geschäftsplan. Dieser zeigt die Entwicklung und Herstellung des Produkts, seine Finanzierung, eine Gewinn- und Verlust- sowie eine Liquiditätsrechnung auf. Zudem richtete sich jedes Team einen Messestand im Foyer des Lyz ein, an dem sie aktiv für ihre Idee werben konnten. Jedem der jungen Projektentwickler stand dabei ein Wirtschaftsstudent der Uni Siegen zur Seite, der sich Planungsfragen aller Art annahm – mit Ausnahme des heimischen WAS-Teams. Dem nämlich schaute Volksbank-Mitarbeiter Thomas Dienst über die Schulter. Mit Erfolg, wie sich zeigte.

Was nun die 17- bis 20-Jährigen mit dem Preisgeld von 500 Euro machen werden, wüssten sie noch gar nicht genau, verrät Edwin. Seine Vorschläge: „Vielleicht feiern wir einfach. Oder wir machen eine Städtereise.“ An Ideen dürfte es den sechs jungen Siegern kaum mangeln.

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