Frische Blutspuren am Tatort überführen zwei Autoknacker

Bad Berleburg..  Die Kriminalpolizei in Bad Berleburg ermittelt aktuell gegen zwei junge Männer aus Algerien wegen des dringenden Tatverdachts, zwei Autos in Bad Berleburg aufgebrochen und Wertsachen daraus gestohlen zu haben. Der Vorfall ereignete sich bereits vor einer Woche am Donnerstagabend in der Hochstraße. Dort schlugen die beiden Nordafrikaner an einem Renault Clio und einem Golf Cabrio die Scheibe der Beifahrertür ein, teilt die Polizei-Pressestelle mit.

Aus dem Golf hatten die Täter zwei Brillen und eine mit Wasser gefüllte Wodka-Flasche mitgehen lassen, aus dem Clio unter anderem Bargeld und die Displayblende des Autoradios.

Beim Einschlagen der Scheibe verletzt

Beim Einschlagen der Scheibe des Golf hatte sich einer der Täter aber offenbar eine Verletzung zugezogen. Denn als Polizeibeamte am nächsten Morgen vom Fahrzeughalter informiert und zum Tatort gebeten worden waren, konnten Blutspuren an der zerstörten Scheibe sichergestellt werden. Diese Blutspur sollte nun im Verlauf der Ermittlungen eine bedeutende Rolle einnehmen.

Denn in der Nacht zum 9. Januar war einer anderen Polizeistreife der Berleburger Wache im Bereich der Poststraße ein verdächtiges Duo aufgefallen. Die beiden 22-jährigen Nordafrikaner wurden kontrolliert. Beide standen unter Alkohol-Einfluss, einer von ihnen war der Polizei bereits wegen eines Diebstahlsdelikts im Rheinland bekannt. Der andere wies eine frische Schnittwunde an seiner rechten Hand auf.

„Kommissar Zufall“ half mit

Am Freitagmorgen erfuhren die Beamten des Kriminalkommissariats Bad Berleburg dann von der an dem Auto gesicherten Blutspur und von den Feststellungen ihrer aufmerksamen Streifenkollegen im Zusammenhang mit der Schnittwunde bei dem 22-Jährigen.

Und dann spielte auch noch „Kommissar Zufall“ eine Rolle: Bei einem Einsatz wegen einer Ausein­andersetzung zwischen Bewohnern der Unterkunft der beiden Migranten fand eine Streifenwagen-Besatzung auch noch das genannte Diebesgut – und stellte es sicher.

Einer der Verdächtigen wurde zur Wache Bad Berleburg gebracht, der andere saß bereits im Bus auf der Fahrt zu einer anderen Flüchtlingsunterkunft im Ruhrgebiet. Dort wurde er von der Polizei in Empfang genommen.

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