Firmen und Studierende profitieren gemeinsam

Die angehenden Maschinenbautechniker haben Lösungen für namhafte Firmen in unserer Region entwickelt. Von diesen Ergebnissen profitieren beide Seiten die Unternehmen ebenso wie die Studierenden.
Die angehenden Maschinenbautechniker haben Lösungen für namhafte Firmen in unserer Region entwickelt. Von diesen Ergebnissen profitieren beide Seiten die Unternehmen ebenso wie die Studierenden.
Foto: WP
Bei den Projektwochen des Berufskollegs Wittgenstein ergibt sich eine „Win-win-Situation“: Angehende Maschinenbautechniker haben etwas davon und auch die beteiligten Firmen profitieren.

Bad Berleburg..  Bei den Projektwochen des Berufskollegs Wittgenstein passt der Ausdruck „Win-win-Situation“ perfekt; denn nicht nur die angehenden, Staatlich geprüften Maschinenbautechniker haben etwas davon, sondern auch die beteiligten Firmen profitieren.

Die Weiterbildung generell ist allerdings höchst anstrengend. Genau vier Jahre, zweimal in der Woche, je sechs Stunden, darf abends ab 16.45 Uhr im Kolleg gebüffelt werden. Und alles neben der normalen Arbeit.

Ausbildungsabschnitts

Im nächsten Jahr ist die Prüfung, und deshalb sind die Projekte in Dreiergruppen jetzt vorgeschaltet. Die 20 bis 30 Minuten langen Präsentationen vor Fachpublikum gelten als Höhepunkt des Ausbildungsabschnitts. Das gilt auch für Sven Jaspers aus Finnentrop oder für seinen Kollegen Chris Reinke aus Weidenhausen. Die Zerspanungs-, bzw. Werkzeugmechaniker sehen den Lehrgang als wichtige Qualifikation an, die sie beruflich weiterbringen wird.

Zum Projekt und zu Moritz Häuser, Niclas Kaiser und Steffen Kiehl. Sie haben sich mit dem Schweißen von Rohren beschäftigt, die einen Durchmesser von nur 250 mm haben. Kunden des Erndtebrücher Eisenwerks benötigen diese Rohre zu Konstruktionszwecken, beispielsweise in der Erdölindustrie. Da musste das Trio gleich mehrere Herausforderungen meistern. Da der Schweißkopf innen durch das Rohr fährt, musste dieser entsprechend angepasst werden. Gleiches galt für die Schweißdrahtführung. Zusätzlich haben sich die drei Tüftler für Druckluft als Kühlmedium entschlossen. Jeder Teilnehmer hat exakt 150 Stunden investiert, und jetzt erklärt Ingo Gieseler die andere Seite der Win-win-Situation: „Oft haben die Firmen in ihrem Alltagsgeschäft überhaupt keine Zeit, um solche Entwicklungen durchzuführen“, erklärt der Berufsschullehrer. So sei es keine Seltenheit, dass die Unternehmen an das Berufskolleg herantreten, um ihre Vorhaben zu präsentieren. Die jungen Leute müssen allerdings nicht unbedingt in dem Unternehmen beschäftigt sein, für das sie diese wichtigen Arbeiten entwickeln.

Nach Projektende wird stets Bilanz gezogen. Was hat die Firma davon, und wie viel Geld spart die Firma letztendlich durch die engagierte Arbeit der angehenden Maschinenbautechniker primär aus Wittgenstein und dem Siegerland? „Es sind reale Projekt, und das ist das tolle daran“, freut sich Ingo Gieseler.

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