Erndtebrücker Grüne bringen Realschule in Misskredit

Wehren sich gegen die Vorwürfe: Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel und die stellv. Schulleiterin Christa Möller-Stroda.
Wehren sich gegen die Vorwürfe: Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel und die stellv. Schulleiterin Christa Möller-Stroda.
Foto: WP
„So sieht die (erbärmliche) Bildungspolitik in Erndtebrück aus. Hier Bilder von der runtergekommene Realschule - so ähnlich sehen mittlerweile alle Schulen aus.“ Mit diesem Statement und dem Fazit, „ein Vorzeigeobjekt für die Region ist die Erndtebrücker Realschule in diesem Zustand mit Sicherheit nicht“, sorgen die Erndtebrücker Grünen für Empörung nicht nur bei der Erndtebrücker Verwaltung und in der Politik, sondern auch bei der Schulleitung.

Erndtebrück.. Eigentlich hatte der Bauausschuss am Mittwochabend nur die neu gestalteten Toilettenanlagen der Schule besichtigen wollen. Stattdessen beschäftigten sich Bürgermeister, Politiker und Schulleitung mit Fotos und Aussagen der örtlichen Grünen auf deren Homepage, die eine „heruntergekommenen Schule“ rügen, in der sich angeblich „Schimmel in den meisten Räumen und Klassen gebildet“ hat.

Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel wertet die Aussagen der Grünen als „bodenlose Unverschämtheit“ und will die rechtlichen Möglichkeiten prüfen lassen, gegen die unwahren Behauptungen vorzugehen. Nachweislich sei kein Schimmel im Gebäude. Natürlich gebe es an einigen Stellen Renovierungsbedarf, der aber nach und nach abgearbeitet werde. Auch die stellvertretende Schulleiterin zeigte sich „fassungslos“ angesichts der Aussagen im Internet und sprach damit auch für Schulleiter Bernd Weiskirch, der gestern Mittag von den Anwürfen der Grünen erfahren hatte. „Wir kämpfen um jeden Schüler. Und es gibt hier eine Menge positive Dinge zu berichten. Wir achten auf ein gepflegtes Erscheinungsbild,“ betonte Christa Möller-Stroda.

Selbst Hausmeister Martin Sanner fühlt sich durch die Aussagen der Grünen „auch ein Stück persönlich angegriffen“. Immerhin kümmert er sich seit über zwei Jahrzehnten um die Schule, deren erster Komplex 1958 gebaut und in der 1960er Jahren um weitere ergänzt wurde.

Ungeklärt ist bislang nicht nur, wer für die Aussagen im Netz verantwortlich ist, sondern auch, wer die Fotos geschossen hat. Die müssen im Januar entstanden sein und sollen die Mängel am Gebäude belegen. Der Fotograf war dazu offensichtlich auch im Inneren der Schule unterwegs - ohne das allerdings mit der Gemeindeverwaltung oder der Schulleitung abgeklärt zu haben. Christa Möller-Stroda: „Das grenzt unserer Meinung nach an Hausfriedensbruch.“

Almut Treude-Krönert, die auf der Grünen-Internetpräsenz als Kontakt angegeben ist, war gestern Abend für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

 
 

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