Einkreisung verhindern

Bad Laasphe/Hesselbach..  In einem offenen Brief an die Bürger äußert sich der Hesselbacher Ortsvorsteher Jürgen Tang zur Entscheidung des Bad Laaspher Rates, weiteren südlich in Nähe von Hesselbach geplanten Windkraftanlagen die Zustimmung zu verweigern.

„Nach der Ratssitzung erhielt ich viele Anrufe besorgter Hesselbacher Bürger, die Informationen zur Änderung des Flächennutzungsplanes zur Darstellung von Vorrangzonen für Windenergieanlagen betrafen. Ich möchte die Fragen in meinem heutigen Leserbrief beantworten.

Die drei geplanten Windräder gegenüber der jetzt schon bestehenden Windenergieanlage wurden parteiübergreifend einstimmig abgelehnt. Dem Beschluss des Bauausschusses, diese Fläche nicht als Vorrangzone auszuweisen, wurde ebenso vom Rat zugestimmt.

Als Bürger und Ortsvorsteher von Hesselbach habe ich mich bei den Ratsmitgliedern ganz herzlich für ihre Entscheidung bedankt. Ich habe darauf hingewiesen, dass in unserer Gemarkung schon 6 von 8 Windrädern stehen, zwei davon in unmittelbarer Nähe zum Ort.

Der Bauausschuss-Kollege Gerhard Anspach hat auf körperliche Schäden, die durch Windräder entstehen können, hingewiesen. Vor Jahren befand sich ein Funkmast in der Nähe des Sportplatzes, der den ganzen Ort bestrahlt hat. In der Zeit, in der er in Betrieb war, sind auffallend viele junge Menschen gestorben.

Ich bin sicher kein Windkraftgegner, habe aber etwas gegen Anlagen, die ihren Standort in ortsnaher Lage haben. Ebenso lehne ich – wie viele der Einwohner – eine Einkreisung des Ortes mit diesen Anlagen ab. [...]

Wir Hesselbacher hoffen, dass der einstimmige Beschluss aller Parteien SPD, CDU, FDP und GRÜNE beim Kreis und den weiteren Genehmigungsbehörden zu gleicher Entscheidung führt. Wir leben in einer Demokratie, in der einstimmige Entscheidungen auch nach oben Geltung finden sollten.“

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