DRK motiviert Erstspender – mit Erfolg

Selin Meister (vorne) und Kira Förster (hinten) sind Erstspenderinnen bei der Blutspende im Bürgerhaus in Bad Berleburg.
Selin Meister (vorne) und Kira Förster (hinten) sind Erstspenderinnen bei der Blutspende im Bürgerhaus in Bad Berleburg.
Foto: WP
166 Menschen spenden Blut im Bürgerhaus in Bad Berleburg – neun von ihnen zum ersten Mal

Bad Berleburg..  „Man tut einfach ohne viel Aufwand was Gutes!“, sagt Kira Förster nach ihrer ersten Blutspende. Sie ist zusammen mit ihrer Freundin, Selin Meister, bei der Blutspende des deutschen roten Kreuzes im Bürgerhaus gewesen. Beide sind 18 Jahre alt und Erstspender. „Ich wollte schon länger Blut spenden und bin jetzt mit meiner Mutter und meiner Freundin einfach mal mitgegangen. Einfach weil man damit anderen Menschen hilft“, sagt Selin Meister.

Zuerst Fragebogen ausfüllen

Wie alle anderen Blutspender müssen auch Erstspender einen Fragebogen ausfüllen. Es werden allerhand Fragen zur körperlichen Verfassung, Erkrankungen, Krankheitssymptomen, Operationen und vergangenen Blutspenden gestellt. Ziel ist es, Spender und Patienten, die das Blut erhalten, vor Krankheiten zu schützen. Besonders die Ausbreitungen von Krankheiten wie Hepatitis, AIDS, und HTLV I/II sollen so verhindert werden.

Wichtig ist deshalb eine wahrheitsgemäße Beantwortung der Fragen. Blutspender werden eindeutig identifiziert und die Daten elektronisch gespeichert. Erfasst werden Name, Geburtsdatum, Geschlecht und Anschrift. Außerdem der Hausarzt sowie Anzahl und Datum der Blutspenden und natürlich die Blutgruppe mit Rhesus-Faktor und Spendefähigkeitsbeurteilungen. Der Zugriff auf die Daten ist dabei zur Gewährleistung der Datensicherheit passwortgeschützt, medizinische Daten sind zusätzliche verschlüsselt und nur autorisierten Ärzten zugänglich.

Ob jemand spenden darf, wird bei jeder Blutspende aufs Neue mit einem kleinen Pieks ins Ohr (oder in den Finger) und einem anschließenden Schnelltest überprüft. Entscheidend dafür ist auch der Hämoglobinwert (kurz Hb), der aussagt, ob genügend rote Blutkörperchen im Blut sind.

Ruhe, Essen und Trinken wichtig

Im Bürgerhaus stehen mehrere Liegen nebeneinander, auf denen Blutspender liegen. Die Entnahme erfolgt aus einer Ellenbogenvene mittels keimfreien Einwegmaterials. Etwas mehr als 500 ml Blut werden abgenommen, dazu kommen Proben für eine genaue Untersuchung im Labor. Eine Gesamtmenge von 550 ml wird nicht überschritten.

Nach der Entnahme gibt es eine kurze Ruhephase, um den Kreislauf zu schonen. Generell ist es wichtig, am Spendetag viel zu trinken; im Bürgerhaus stehen deshalb Brote, Snacks, Kaffee und Kaltgetränke zur Verfügung. Direkt nach der Spende sollten die Teilnahme am Straßenverkehr sowie Risikoberufe (z.B. das Führen von Zügen, Bussen oder das Besteigen von Gerüsten) und übermäßige körperliche Anstrengungen, z.B. beim Sport, vermieden werden.

Trotz schwül-warmen Wetters kamen 166 Spender ins Bürgerhaus in Bad Berleburg. „Neun davon sind Erstspender. Das sind im Vergleich zu den anderen Spenden doppelt so viele“, sagt Catharina Althaus vom DRK Ortsverein Bad Berleburg. Und für die lohnte sich die gute Tat gleich doppelt: Neben dem kleinen Geschenk, das es immer für Blutspender gibt, bekamen die Erstspender diesmal auch einen Becher inklusive zwei Wertmarken für die Sommer-Events des Jugendfördervereins. Dazu gehören die „BLB live“-Konzerte, die EM-Live-Übertragungen auf dem Marktplatz, das Knax-Fest und die Sommernachtsparty im Rathausgarten. Diese Motivation hatten sich der DRK-Ortsverein Bad Berleburg mit dem Jugendförderverein anlässlich des Weltblutspendetages überlegt.

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