Der September schönt die Zahlen

Nicht nur im Laaspher Wabach-Bad
Nicht nur im Laaspher Wabach-Bad
Foto: WP
  • Wittgensteiner Freibäder beklagen Besucherrückgang
  • Schönes Wetter im Spätsommer mildert Juli-Zahlen ab
  • Nur in Hesselbach ist man zufrieden

Wittgenstein..  Die ernüchternde Gesamtbilanz war abzusehen. Lange, deutlich zu lange, war das Wetter im gesamten bundesdeutschen Gebiet zu nass, zu kalt, zu schwül und mit Gewittern durchzogen. Die Kapriolen machten auch vor Wittgenstein nicht halt und sorgten gerade im Juni und Juli für leere oder gar nicht erst eröffnete Freibäder.

Knapp 10 000 Menschen passierten beispielsweise die Tore des Wabach-Bads in Bad Laasphe. Im letzten Jahr konnten die Verantwortlichen knapp 37 000 Gäste verzeichnen. „Es ist in diesem Jahr einfach nicht so gut gelaufen. Wir hatten hier nur sehr kurze warme Phasen und viele Wolken. Und bei Bewölkung gehen die Leute nun einmal nicht ins Freibad, das ist kein Badewetter“, resümiert Volker Kohlberger, zuständiger Ableitungsleiter der Stadt Bad Laasphe. Erschwerend kam noch hinzu, dass das Wabach-Bad Anfang Juli aus personellen Gründen kurzfristig für eine Woche schließen und mit Benedikt Fago ein neuer Bademeister eingearbeitet werden musste. „Diese Situation hat das Team gut kompensiert, da ist alles ordentlich gelaufen“, lobt Kohlberger.

Weniger ordentlich lief hingegen die Saison, auch im ebenfalls von der Stadt Bad Laasphe verwalteten Freibad Feudingen war schon mal deutlich mehr los (siehe Grafik).

Der Juni war besonders schwach

Von Beginn an unter keinem guten Stern stand die Saison im Freibad-Bereich des Berleburger Rothaarbad. Im Gegensatz zu den beiden Laaspher Institutionen konnte der Betrieb in der Odebornstadt aufgrund eines Rohrbruchs erst am 8. Juni starten, das Springerbecken blieb aufgrund der Reparaturarbeiten sogar noch etwas länger geschlossen.

Wohl auch ein Grund, warum Manuel Spies, Abteilungsleiter der Stabsstelle Tourismus und Wirtschaftsförderung der Stadt Bad Berleburg, insbesondere für den ersten Monat deutliche Worte findet: „Der Juni war total erbärmlich. Da hatten wir nur 973 Badegäste.“ Der starke August sowie der unverhältnismäßig sonnige September schmücken die Gesamtbilanz immerhin auf. „Der September lief überraschend gut“, sagt Spies. Die Besucherzahlen kamen im Rothaarbad übrigens ohne organisierte Kurse von Vereinen zustande.

Zufriedene Mienen in Hesselbach

Lediglich an der Hesselbacher Straße wird ein positives Fazit gezogen. Die Verantwortlichen des Freibads Hesselbach ermitteln zwar keine präzisen Statistiken, „kommen aber zu einem guten Fazit“, wie uns Volker Gerhardt, 1. Vorsitzender des Fördervereins, verrät. An knapp 50 „echten Badetagen“ konnten die Tore geöffnet werden. „Das ist eine überdurchschnittlich gute Zahl, sonst waren es meist eher um die 40“, weiß Gerhardt.

Profitieren konnten die Hesselbacher vor allem vom laufenden Monat. „Zwischenzeitlich sah es in diesem Sommer schon nach einer kleinen Demütigung aus. Durch das schöne Wetter im September haben wir aber die Verlängerung nochmals verlängert. Das motiviert uns vom Förderverein, im nächsten Jahr mit dieser ehrenamtlichen Tätigkeit weiterzumachen “, gibt Gerhardt zu Protokoll.

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