Der Erste Weltkrieg als Urkatastrophe

Bad Laasphe.  Eine neue Vortrags- und Gesprächsreihe der Kurseelsorge beginnt am morgigen Dienstag, 14. Januar, 19.30 Uhr, im Haus des Gastes in Bad Laasphe. Ihr Thema: Der Erste Weltkrieg und seine Folgen. Zu Beginn referiert Kurseelsorger Johannes Weissinger zu dem Thema „Auf dem Weg in die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts.“ Dabei geht er neben den politischen Entwicklungen, die zum Ersten Weltkrieg führten, besonders auf die Stellungnahmen der Evangelischen Kirche in den Jahren 1913 und 1914 ein.

1913 war das Jahrhundertjubiläum der Befreiungskriege 1813 und das 25jährige Thronjubiläum des Kaisers. Wilhelm II. ließ sich als Friedenskaiser feiern. Der Deutsche Pfarrertag in Dessau rühmte sich der großen Verdienste, die sich die evangelischen Pfarrer dadurch erworben hätten, dass sie geholfen hatten, „das Volk zur Erhebung zu begeistern“. Er protestierte dagegen, dass hundert Jahre später „um des geistlichen Amtes willen jeder Theologe gezwungen wird, den militärischen Abschied zu nehmen“. Es gab auch andere Stimmen: In der Zeitschrift „Die Eiche“ veröffentlichte deren Herausgeber Friedrich Siegmund-Schultze die Antworten der deutschen Missionsgesellschaften auf eine Umfrage „Was würde ein deutsch-englischer Krieg für die Mission bedeuten?“

Den Beginn des Ersten Weltkrieges begleitete die evangelische Kirche mit einem landesweiten Betgottesdienst, in dem ein Erlass des Kaisers, des Oberhauptes der evangelischen Kirche, von den Kanzeln verlesen wurde.

Die Veranstaltung wird durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Verein Evangelische Sozialseminare Westfalen. Der Eintritt ist frei.

Weitere Themen

Die Themen der folgenden Vorträge sind:
25. Februar: „War damals niemand für Frieden?“ Friedensaktivitäten im Ersten Weltkrieg
18. März: „Wir allein an allem schuld?“ Die Frage der Kriegsschuld nach dem Kriegsende
7. April (Montag): „Kriegsschauplatz Afrika. Der Erste Weltkrieg als Katalysator für den Beginn der Entkolonialisierung“ ((Montag! 7.April),
13. Mai: „Nie wieder Krieg!“ Die Deutsche Friedensgesellschaft im Siegerland.