Den Sommer 2013 ins Rathaus geholt

15 Künstler - hier mit Wolfgang Völker (re.) und Bürgermeister
15 Künstler - hier mit Wolfgang Völker (re.) und Bürgermeister
Foto: WP

Erndtebrück.  Zu einer sommerlichen Gemeinschaftsausstellung luden die Mitglieder der Wittgensteiner Kunstgesellschaft WKG bei wahrlich hochsommerlichen Temperaturen ins Erndtebrücker Rathaus ein. Diese von Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel eröffnete Ausstellung ist damit das erste konkrete Ergebnis der Initiativen, die auf der Mitgliederversammlung im März vorgestellt wurden.

Zum zweiten Mal seit 15 Jahren stellte die Erndtebrücker Gemeindeverwaltung ihre Flure einer Gemeinschaftsausstellung der WKG zur Verfügung. „Wir tun das erstens, weil ich glaube, dass wir Ihnen damit eine Freude machen. Zweitens, will ich meine, dass es einer Gemeinde gut zu Gesicht steht, wenn sie sich mit zeitgenössischer Kunst beschäftigt und ihr Rathaus auch Kunstausstellungen öffnet und drittens, weil wir damit unseren heimischen Künstlern eine Plattform bieten, auf der sie sich darstellen können und weil unsere Künstler es verdient haben, unterstützt und gefördert zu werden,“ sagte Bürgermeister Völkel in seiner Begrüßung. Mit einem Satz des Malers Willi Baumeister brachte er dann die Vielfalt der Ausstellung auf einen Punkt: „Kunst besteht nie in Regeln, sondern immer in Ausnahmen.“

Keine inhaltlichen Vorgaben

In seiner Einführung ging der Vorsitzende der WKG, Wolfgang Völker, dann auf alle 15 Künstler ein und gab eine kurze Charakterisierung ihrer gezeigten Werke, die keinerlei inhaltliche Vorgabe für diese Ausstellung hatten, aber in ihrer Vielfalt den Titel „Mit Farbe in den Sommer 2013“ eindrucksvoll abbildeten.

Johanna Breidenstein beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Porzellanmalerei, Hildegard Colling hat, wie einige andere der Ausstellenden Künstlerinnen auch, die Malerei durch Kurse bei Prof. Otto Schmethüsen vertieft und zeigt leichte Blumenbilder in Aryl und Aquarell. Marion von Dreusche malt seit 1996, ist seit 2003 in vielen Ausstellungen vertreten und hier mit einem großformatigen Ölbild dabei. Elke Franz hat die Malerei von ihrem Vater, bei Schmethüsen vertieft und mit teils gespachtelten Ölbildern zu Themen der Natur vertreten. Gautam, der überregional und international auch mit Plastiken im öffentlichen Raum vertreten ist, zeigt hier auf einer ungewöhnlich formatierten Bleistiftzeichnung seinen Weg vom Niederrhein nach Bad Berleburg. Peggy Habiger zeigt ihr Können mit zwei kraftvoll gespachtelten großen Werken, Klaus Jung dagegen liebt eher die feine Art und ist vorwigend mit Wittgensteiner Motiven in der Ausstellung vertreten. Peter Kehrle hat ganz den Titel der Ausstellung verinnerlicht und präsentiert großformatige Fotos zu Farbe, Sommer und wilden Wisenten. Roswitha Kunze gehört bereits seit 1982 zur WKG und ist unter anderem mit zwei leichten, an Feininger erinnernden Städtebildern vertreten, Margit Ritter zeigt unter dem Thema Frühlingserwachen eine Schafskopfserie sowie zwei ihrer aktuellen FineArtPrints. Gilberte Scheitzas Bilder zeigen Farbigkeit und teilweise fast ins surreale gehende Farb- und Linienführung, Ingrid Schering hat erst 2008 mit der Malerei begonnen und zeigt ein Bleistiftpportrait sowie drei Acrylbilder. Doris Stöcker war lange Zeit Beschäftigungstherapeutin, hat sich mit den unterschiedlichsten künstlerischen Techniken beschäftigt und ist erstmals in einer solchen Ausstellung vertreten. Marion Strietzel zeigt ausgesprochen fein gearbeitete Bilder aus der Natur und Erika Winkler setzt ihren kraftvoll begonnenen Weg durch die Kunst konsequent fort.

Bis zum 2. August zu sehen

15 Künstlerinnen und Künstler, wie sie verschiedener kaum sein könnten. Und trotzdem hat man den Eindruck einer stimmigen Ausstellung, die von Klaus Jung initiiert und von Jutta Dornhöfer und den anderen Erndtebrücker Künstlerinnen tatkräftig umgesetzt wurde und die bis zum 2. August zu den Bürozeiten des Rathauses zu sehen ist.

Musikalisch umrahmt wurde die mit ca. 100 Personen eindrucksvoll besuchte Vernissage von Frau Wagner-Panda, Querflöte und Ulrich Thomae an der Gitarre, beide Lehrer an der örtlichen Musik- und Singschule.

 
 

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