Berleburg investiert 6,25 Millionen

Beigeordneter Volker Sonneborn, Kämmerer Gerd Schneider, Bürgermeister Bernd Fuhrmann und Patrick Willkommen (von links)  stellen den Haushaltsentwurf 2017 der Stadt Bad Berleburg vor.
Beigeordneter Volker Sonneborn, Kämmerer Gerd Schneider, Bürgermeister Bernd Fuhrmann und Patrick Willkommen (von links) stellen den Haushaltsentwurf 2017 der Stadt Bad Berleburg vor.
Foto: Lars-Peter Dickel
  • Bad Berleburg stellt Haushaltsplan für 2017 vor
  • Defizit sinkt auf nur noch 1,6 Millionen Euro
  • Investitionen in Schulen und Infrastruktur steigen stark

Bad Berleburg.  Das große Ziel Haushaltsausgleich 2018 hat die Stadt Bad Berleburg weiter fest im Blick und die Zielflagge ist mit dem neuen Zahlenwerk erreichbar. Im Haushalt 2017 sind die Erträge gesteigert und die Ausgaben gekürzt. Trotzdem hebt Gerd Schneider, der erstmals in seiner neuen Funktion als Kämmerer einen Haushalt vorstellt, warnend den Zeigefinger: „Es bleibt ein Sparhaushalt.“

38,7 Millionen Euro Erträge

haben Gerd Schneider und Patrick Willkommen mit ihrem Team angenommen. Das sind rund 600 000 mehr als im laufenden Jahr. Größter Einnahmeposten ist mit elf Millionen die Gewerbesteuer. Dann kommen 8,5 Millionen Einkommenssteuer und etwa 1,8 Millionen an Schlüsselzuweisungen. Die Annahmen liegen aber deutlich unter dem aktuellen Wert 2016, der mit bislang 13 Millionen Gewerbesteuer deutlich heraussticht – allerdings wegen einiger einmaliger Effekte.

40,3 Millionen Euro Ausgaben

schlagen aber ebenfalls zu Buche, gut 100 000 weniger als im Vorjahr. Größter Posten hier ist die Kreisumlage, die gut 13,3 Millionen betragen könnte. Aber es gibt auch deutlich positive Signale. So wird die Stadt allein 6,25 Millionen Euro investieren. In die Schulen fließen gut zwei Millionen Euro und in die Verkehrsinfrastruktur noch einmal zwei. Auch die Sanierung von Sportanlagen mit knapp 300 000 Euro und der Brandschutz mit gut 620 000 Euro sind dicke Posten.

Ende der Fahnenstange erreicht

Beim Personal liegt die Stadt auf Kurs. Der Beigeordnete Volker Sonneborn rechnet mit einem Personalaufwand von 5,8 Millionen Euro. Das sind 223 700 mehr als 2016. Verantwortlich sind Tariferhöhungen und einem Mehraufwand für Integrationsaufgaben. Aber mit Blick auf Stellen warnt Sonneborn: „Wir sind am Ende der Fahnenstange angelangt.“ Von 134,7 Planstellen sind nur 127,7 besetzt. Gerade mit Blick auf Haushaltskonsolidierung und eingeworbene Fördermittel sagt Sonneborn: Die Arbeit muss auch gemacht werden.

1,6 Millionen beträgt am Ende das strukturelle Defizit.

Das wäre dann aber tatsächlich nur noch halb so hoch wie das geplante Minus von 2,8 Millionen für 2016 – das sich im übrigen dank der Konjunktur ebenfalls verbessern wird.

 
 

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