Beim Imker Honig geerntet

Birkelbach.  „Summ, summ, summ! Bienchen, summ herum! Kehre heim mit reicher Habe, bau uns manche volle Wabe! Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!…“ Auch Merle kann das Lied singen, denn die Vierjährige hat einen eigenen Bienenstock.

Und weil das Thema Natur auch im AWO-Kindergarten Birkelbach, den Merle besucht, auf dem Plan steht, machten sich kürzlich zehn Vorschulkinder mit Einrichtungsleiterin Erika Trapp, Erzieherin Andrea Stremmel und Praktikantin Nadine Geisler auf den Weg in die Goddelsbach. Dort wohnen am Waldrand Merle Neumann, ihre Mama Anne, ihr Papa Heiko mit geschätzten 600.000 Tieren. Die Bienen sind das gemeinsame Hobby der ganzen Familie.

Merles Mama war drei Tage zuvor schon im Kindergarten und hat den Jungen und Mädchen bereits einiges über Bienen erzählt. Wo und wie sie leben und was man als Imker alles braucht und beachten muss. Im Garten bei Neumanns konnten sich die Kinder dann alles genauestens ansehen.

„Hier ist ein Drohn, eine männliche Biene“, zeigt Merles Mama. „Sie arbeiten nicht, haben keinen Stachel, sind größer und haben große Augen.“ An den völlig harmlosen Tierchen konnten auch die jungen Besucher das Markieren zu üben, denn solch einen farbigen Punkt bekommt sonst nur die Königin.

Dann wurde noch mit Sonnenlicht aus den leeren Waben Bienenwachs geschmolzen. Daraus sollen zum Beispiel Kerzen hergestellt werden. Mit Heiko Neumann schauten sich die Gäste mit Imkerhut und Rauchapparat einen Bienenstock von innen an.

„Mund zu, Hände hinter den Rücken, wie besprochen“, erinnert Anne Neumann. Deshalb haben auch alle lange Hosen, Strümpfe und Jacken angezogen.

Zu sehen waren unzählige Bienen, Rähmchen mit den Waben, natürlich die Königin und junge Bienen, die gerade schlüpften. „Toll!“ Wie im Sommer der Honig geerntet wird, haben Merles Eltern auch gezeigt. Dazu wurden gefüllte Rähmchen aus einem Bienenstock geholt. Deshalb mussten die Zuschauer aus sicherer Entfernung zuschauen, denn die Bienen sind natürlich nicht erfreut, wenn ihr guter Honig „geklaut“ wird. Die „Beute“ hat Anne Neumann erst entdeckelt und dann durften alle an der Honigschleuder kurbeln. Schon bald floss die goldgelbe Köstlichkeit aus den Waben durch Filter in einen Kübel. Natürlich wurde reichlich probiert.

Bevor es auf den Rückweg ging, ließen sich alle noch Brot mit frischem Honig schmecken. „Mmmmh, wie lecker!“ Außerdem bekam jeder noch ein kleines Tütchen mit einem Honiggläschen, Bienenkeksen und Rezepten für die Mamas geschenkt.

 
 

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