Anzeige

Bei den Segelflugmeisterschaften mehr als 2950 Kilometer zurückgelegt

Wittgensteiner bei den Segelflugmeisterschaften auf dem Fliegerhorst Holzdorf: Jan Schweitzer,
Foto: WP
Anzeige

Schameder/Holzdorf..  Die 16. Internationalen Segelflugmeisterschaften auf dem Fliegerhorst Holzdorf in Brandenburg vom 13. bis 26. Juli fanden mit Wittgensteiner Beteiligung statt. Nach acht Wertungstagen und über 2950 Streckenkilometern im motorlosen Segelflug, erreichten die Piloten aus Schameder Platz 10 von 24 in ihrer Klasse.

Durch Berufsoffizier Martin Schulz, konnten Student Daniel Neutzler und Jan-Ulrich Schweitzer mit dem Vereinseigenen Doppelsitzer JANUS Bam internationalen Segelflug-Militär-Wettbewerb teilnehmen.Eine tolle Möglichkeit für die jungen Piloten Daniel und Jan, die erstmals an einem solchen Wettbewerb teilnahmen. Nach sieben Stunden Autofahrt wurde erst einmal die Registrierung, die Dokumentenkontrolle und der Aufbau des Lagers erledigt.

Morgens geputzt

Sonntag konnte bereits genutzt werden, um das Flugzeug aufzubauen, nochmals zu polieren und alle Instrumente zu überprüfen. Montag wurde es dann schon spannend – ein Pflichttrainingstag. Nach dem frühen Vorbereiten des Flugzeugs ab 8 Uhr ging es um 10 Uhr zum Briefing. Dieser Ablauf war für die nächsten Flugtage stets identisch, auch wenn man sich an das Aufstehen um 6.20 Uhr im Urlaub gewöhnen musste.

Täglich gab es im Rahmen des Briefings Tagesaufgaben durch den Sportleiter. Entweder eine „AAT“ (Assigned Area Task), bei der die Piloten zwei Wendegebiete mit einem gewissen Wenderadius von mehreren Kilometern und eine Mindestflugzeit vorgegeben bekommen, oder eine „Racing Task“, bei der zwei Wendepunkte gezielt umrundet werden müssen – bei beiden Aufgaben zählt letztlich die Durchschnittsgeschwindigkeit. Besonders Spektakulär sind an jeder Aufgabe die Endanflüge, also der Zeitpunkt an dem man die letzte Wende erreicht hat und es dann gilt, wieder auf den Startplatz zu fliegen. Hier werden oftmals große Geschwindigkeiten erreicht, da es nicht mehr darum geht, möglichst viel Höhenreserven zu haben sondern möglichst passend zur Landung auf dem Flugplatz anzukommen. Daher werden teilweise Endanflüge aus mehr als 30 bis 40 km Entfernung mit Geschwindigkeiten über 160 bis 200 km/h durchgeführt.

Datenbank dabei

Die Flugaufgaben können dank einer Wendepunkt-Datenbank wie in einem Navigationsgerät im Auto als Ziele gesetzt werden und dann heißt es in der Luft, die bestmögliche Strecke suchen, so dass man möglichst wenige Kreise in der Thermik fliegen muss, da dies Zeit kostet. Das Wittgensteiner Team schlug sich stets tapfer und war durch taktisch gute Entscheidungen an fast allen Tagen im guten Mittelfeld zu finden – der Lohn dafür war nach zwei Wochen täglichen Flugbetriebs Gesamtrang 10.

Dank der Bundeswehr als Ausrichter mangelte es den Piloten aufgrund der tollen Infrastruktur an nichts, so dass der Segelflugsport im Vordergrund stand.Derzeit findet das Fliegerlager in Schameder statt, wo die Segelflugpiloten ihre Sommerferien zum Fliegen nutzen.

Anzeige
Do, 19.07.2018, 13.49 Uhr