Bad Laaspher Haushaltsdefizit steigt auf 3,6 Millionen Euro an

Bad Laasphe.  Die Stadt Bad Laasphe geht mit einem deutlich höheren Minus als noch im Vorjahr ins kommende Haushaltsjahr 2017. Das Defizit werde von 2,2 auf 3,6 Millionen Euro steigen, kündigte Beigeordneter Dieter Kasper am Dienstag bei der Vorstellung des Zahlenwerks an.

„Uns geht’s gut, aber wir haben nichts davon“, umschrieb Bad Laasphes Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann die aktuelle Finanzlage. Immerhin sei der Haushaltsplan, der dem Rat der Stadt am 8. Dezember zur Entscheidung vorgelegt werde, „sehr bürgerfreundlich“ im Bereich der Gebühren und Steuern.

Ursache für das Defizit sei „der überdurchschnittliche Anstieg der Steuerkraft-Messzahl im Rahmen des Finanzausgleichs 2017“, erklärt Kasper. Das habe zur Folge, „dass die Schlüsselzuweisungen im Haushaltsjahr 2017 um rund 990 000 Euro zurückgehen – und gleichzeitig die Kreisumlage aufgrund der gestiegenen Umlage-Grundlagen um rund 700 000 Euro ansteigt“.

Mit dem Abbau des Defizits werde es nun 2018 weitergehen, so Kasper. Und an dem gesteckten Ziel, bis zum Jahr 2021 den erlösenden Haushaltsausgleich zu schaffen, will der Beigeordnete festhalten.

Investitionen bei 3,5 Millionen Euro

Zugleich werde die Stadt die Steuern für Bürger und Unternehmen zumindest im kommenden Jahr nicht anheben. Auch die Gebühren für Müllabfuhr, Winterdienst oder Straßenreinigung sollen aktuell nicht steigen, betont Bürgermeister Spillmann. Einzig beim Abwasser werde sich etwas ändern, kündigt Kasper an, werde das Schmutzwasser-Entgelt von 2,63 auf 2,77 Euro pro Kubikmeter steigen, die für Regenwasser von 72 auf 70 Cent sinken.

Rund 3,5 Millionen Euro möchte die Stadt 2017 für Investitionen in die Hand nehmen. „Größter Brocken“ seien dabei mehrere Straßenbau-Maßnahmen für insgesamt rund 1,7 Millionen Euro, so der Beigeordnete. So soll allein der Ausbau der Straße „Zum Eichholz“ in Feudingen rund 554 000 Euro kosten, der des Schlehenweges in derselben Ortschaft rund 350 000 Euro.

Rund 975 000 Euro sollen in die Kanalisation fließen, rund 110 000 Euro in die Friedhöfe. Mit jeweils 90 000 Euro sind die neue Lüftungsanlage für das Lehrschwimmbecken und ein neuer Aufzug im städtischen Gymnasium veranschlagt. Hier möchte sich die Stadt günstiger Fördergelder des Landes NRW aus dem Projekt „Gute Schule 2020“ bedienen. Tun möchte die Stadt aber auch etwas für den Busverkehr. So sollen 2017 acht Haltestellen barrierefrei ausgebaut werden – für 255 000 Euro. Kaum Kosten für die Stadt, denn: Fast 230 000 Euro kommen als Fördergelder vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe.

 
 

EURE FAVORITEN