Aufstieg vom Knecht Ruprecht zum Nikolaus

Hier malt der Nachwuchs aus Hesselbach Lesezeichen in Form von bunten Elefanten. An ihrem Stand wurden zudem Spenden für den WWF gesammelt.
Hier malt der Nachwuchs aus Hesselbach Lesezeichen in Form von bunten Elefanten. An ihrem Stand wurden zudem Spenden für den WWF gesammelt.
Foto: Lenze

Bad Laasphe/Hesselbach/Volkholz..  Im Banfe- und im Lahntal wird der Advent eingeläutet. Die ersten drei Weihnachtsmärkte waren gut besucht. Vor allem der Geheimtipp in Volkholz konnte bei den Einheimischen und Auswärtigen punkten. Aber auch die wunderbar geschmückte Bad Laaspher Altstadt rund um den Brunnen verbreitet besinnliches Flair.

Während das Haus des Gastes vor allem Erwachsene zum Stöbern einlädt, die zwischen Dekorativem oder auch Kunsthandwerklichen noch das eine oder andere kleine Geschenk suchen, kommen die Kinder in der Königstraße auf ihre Kosten.

Das Karussell und zahlreiche Stände mit Süßigkeiten sorgen für strahlende Augen. Die Kinder und Jugendlichen können aber auch ihr Wissen unter Beweis stellen und tolle Preise gewinnen, Denn wieder einmal wartete das große Märchenrätsel auf die Kenner von Grimm’schen Geschichten oder von Märchen aus 1000 und einer Nacht,

Aber nicht nur die Kinder gehören zu den Gewinnern. Die Bürgeraktionsgemeinschaft Schöne Altstadt, die gemeinsam mit der TKS Bad Laasphe den größten Teil der Arbeit hinter den Kulissen leistet, konnte sich in diesem Jahr über besondere Unterstützung freuen. Nachdem die Jugendfeuerwehr die Stände der BAG generalüberholt hat, haben Martin Achatzi und das Juweliergeschäft Stähler Hütten für die BAG angeschafft.

Ein Weihnachtsmärktchen

Ob Ole Kuhli am Tombolastand von Kirsten Hoffmann das große Los gezogen hat, konnte die Heimatzeitung nicht in Erfahrung bringen, vermeldet werden darf allerdings ein rasanter beruflicher Aufstieg, der sich wohl nur beim Volkholzer Weihnachtsmärktchen zutragen kann: Michael Buse, im vergangenen Jahr noch als Knecht Ruprecht unterwegs, schlüpfte am Samstag in das Nikolauskostüm und machte seine Sache genauso gut wie sein Vorgänger. Buse bezeichnet sich übrigens als „Export aus dem Siegerland“. Der Junge hat Humor.

Ein zufriedenes Gesicht auch bei Annett Dörnhöfer, ihres Zeichens 1. Vorsitzende des gemischten Chores Volkholz, der die stimmungsvolle Veranstaltung bereits zum achten Mal erfolgreich auf die Beine stellte. Eine ganz besondere Aktion ist die eingangs schon erwähnte große Tombola, bei der o es unter anderem einen Flachbildschirmfernseher, eine Dachbox oder ein Fahrrad zu gewinnen gab. Besonders die Damen vom Frauentreff haben sich wieder sehr fleißig präsentiert, auch bereits im Vorfeld der Veranstaltung. Um ihren Basar in der Turnhalle entsprechend bestücken zu können, wird im Prinzip das ganze Jahr über gebastelt, gemalt oder gehäkelt, so Mitorganisatorin Karin Pinnen zu unserer Zeitung. Zusätzlich stellen die Damen auch noch Gelee her. So kommen pro Basar mehrere Hundert Euro zusammen. Geld, das übrigens nicht für einen Ausflug oder ähnliches verwandt wird, die Einnahmen werden gespendet. Ein Teil kommt der Volkholzer Kirche zugute, mit dem anderen Teil wird das Kinderhospiz in Bethel unterstützt. Zurück zur Chefin des Chores, die sich von der Besucherresonanz angetan zeigte. „Obwohl parallel so viele Weihnachtsmärkte stattfinden, sind wir sehr zufrieden.“ Noch weitere Unterstützer haben zur Zufriedenheit beigetragen – und zwar die Musiker des Posaunenchores aus Feudingen, die für die notwendige Einstimmung auf die Adventszeit sorgten. Gut frequentiert war außerdem die von Jenny Weyand betreute Bastelecke, wo am Samstag bestimmt schon das ein oder andere Geschenk entstanden sein dürfte.

Elefanten werden unterstützt

Es war eine gelungene Weihnachtsfeier im Dorfgemeinschaftshaus und im angrenzenden Hesselbacher Park. Engagiert hat sich am Samstag auch der Nachwuchs, der mit unterschiedlichen Aktionen Geld für den WWF generierte.

An einer Biathlonscheibe konnte Treffsicherheit bewiesen werden. Auch eine Zielscheibe war anzuvisieren. Viele nutzten auch die Gelegenheit, um Lesezeichen in Elefantenform zu bemalen. Alle Einnahmen sollen anschließend den Dickhäutern in Afrika zugute kommen, so die engagierte Gruppe um Jan Gerhardt, die sich wirklich einiges hat einfallen lassen.

Gemütlicher ging es in der Caféteria zu, wo sich die Gäste an selbst gebacken Kuchen und Torten stärken konnten. Wie vor zwei Jahren war auch das Außengelände mit in die Veranstaltung integriert. Hier konnten sich die Besucher mit Glühwein, Kaltgetränken oder frischen Bratwürstchen stärken. Für die musikalische Umrahmung war erneut der Posaunenchor zuständig. Zudem hatte der Nikolaus sein Erscheinen fest zugesagt.

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