Aufbruch zwecklos

Es ist kurz vor Mitternacht und klirrend kalt, als ich den Parkplatz aufsuche, auf dem ich einige Stunden zuvor mein Auto abgestellt habe. Ein Blick auf die Scheiben bestätigt meine Befürchtung: Da gibt’s ordentlich was zu kratzen. Also den Eiskratzer hervorholen, der in der Fahrertür liegt. Doch ich komm nicht dran, denn der Schlüssel will nicht so recht ins Schloss. Ist nun auch noch das Schloss zugefroren? Offensichtlich. Jetzt bloß nichts kaputt machen! Nicht mit Gewalt im Schloss rumfuchteln, lieber die Beifahrertür aufschließen! Also versuche ich es auf der anderen Seite. Und wieder passiert nichts. Bleibt mir nur noch der Kofferraum. Ich schaue mich auf dem Parkplatz um, stelle fest, dass ich allein bin. Muss ja niemand zuschauen, wenn ich gleich durch den Kofferraum nach vorn krieche. Doch das ist nicht nötig. Denn der Kofferraum lässt sich ebenso wenig öffnen wie die Türen.

Ratlos und frierend stehe ich da. Eher zufällig schweift mein Blick noch einmal über den Parkplatz. Und plötzlich wird mir klar, was ich zu tun habe: Ich sollte mal versuchen, mein eigenes Auto aufzuschließen. Das steht nämlich direkt gegenüber. Upps! Das Aufschließen klappt dann übrigens auf Anhieb

 
 

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