Zweite „Lola“ für Hansjörg Weißbrich

Filmeditor Hansjörg Weißbrich ("Zwei Leben") freut sich bei der Verleihung des 64. Deutschen Filmpreises "Lola" am 09.05.2014 in Berlin über die Auszeichnung in der Kategorie "Bester Schnitt". Foto: Michael Kappeler/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Filmeditor Hansjörg Weißbrich ("Zwei Leben") freut sich bei der Verleihung des 64. Deutschen Filmpreises "Lola" am 09.05.2014 in Berlin über die Auszeichnung in der Kategorie "Bester Schnitt". Foto: Michael Kappeler/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Horfolpe..  Er ist seit Jahren einer der Besten im Filmgeschäft und das wurde am Freitag Abend einmal mehr eindrucksvoll bestätigt. Filmeditor Hansjörg Weißbrich, gebürtig aus Kirchhundem-Hofolpe, wurde in Berlin mit dem Deutschen Filmpreis 2014 in Gold für den besten Schnitt ausgezeichnet, zum zweiten Mal nach 2010.

Im Scheinwerferlicht während der Gala-Veranstaltung in Berlin, wo sich die gesamte deutsche Filmprominenz versammelt hatte, nahm er die „Goldene Lola“ unter dem Beifall des Publikums entgegen. Als die Preisverleihung ab 23 Uhr in der ARD um drei Stunden versetzt gesendet wurde, war der neuerliche große Erfolg des 47-Jährigen bereits bis in die Hofolper Sonnenstraße, wo seine Eltern leben, durchgesickert. „Sein Bruder hat uns angerufen, deshalb war die Anspannung nicht mehr ganz so groß“, so Georg Weißbrich.

6. Nominierung

Die stolzen Eltern konnten die Sendung diesmal genießen. Immerhin war Hansjörg Weißbrich in den letzten 10 Jahren, seit dem es den Filmpreis gibt, bereits zum 6. Mal nominiert worden. 2010 hatte er den Preis für den Schnitt des Films „Sturm“ von Hans-Christian Schmid erhalten. Die Goldene Lola ist mit 10.000 Euro dotiert.

Die Reihe der hoch dotierten Ehrungen für Weißbrich begann bereits vor 14 Jahren mit dem Deutschen Fernsehpreis für den Schnitt des Films „Frauen lügen besser“. Später folgten u.a. der Deutsche Kamerapreis.

Diesmal legte er seine kreative Hand an dem Film „Zwei Leben“ von Regisseur Georg Maas an. Der Film wurde in Berlin als drittbester Film mit der „Bronzenen Lola“ ausgezeichnet.

Der Kinofilm „Zwei Leben“ erzählt von einer glücklichen Frau, die mit ihrer Familie ein scheinbar perfektes Leben in Norwegen führt. Doch mit dem Fall der Berliner Mauer und der politischen Neuordnung Europas wird sie von ihrer geheimen Stasi-Vergangenheit eingeholt.

Plötzlich ist alles anders, ihre gesamte Existenz ist bedroht. Um zu verhindern, dass ihr Geheimnis ans Licht kommt, muss sie gegen ihren Willen in ihre frühere Rolle zurückkehren. Juliane Köhler verkörpert mit ergreifender Intensität die Rolle der Katrine Evensen, deren falsche Identität längst zu ihrem geliebtem Leben geworden ist.

Die norwegische Schauspiellegende Liv Ullmann spielt ihre Mutter, die gleich zweimal um das Glück ihres Kindes betrogen wird“, heißt es in der Beschreibung des Films, der bereits im letzten Jahr in den deutschen Kinos lief.

Projekt war gefährdet

Anfangs stand das Filmprojekt sogar auf der Kippe, erklärte Weißbrich am Freitag Abend nach der Preisverleihung. Dass der Film nun ausgezeichnet werde, sei umso bemerkenswerter. Hansjörg Weißbrich ist gut im Geschäft, für Besuche in der Heimat Kirchhundem fehlt ihm leider die Zeit.

Vor ein paar Jahren ist er aus München in die Deutsche Filmhaupstadt Berlin umgezogen und hat dort vor kurzem eine neue Wohnung bezogen. Dort trifft sich die ganze Familie, Eltern, die zwei Brüder und seine Schwester mit ihren Familien in einigen Wochen zur Einweihung - und natürlich, um die zweite Lola für Hansjörg Weißbrich zu feiern.

 
 

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