Weihnachtsfrieden erfüllt die Herzen in der Marienkirche

Olpe..  Das Weihnachtsliedersingen in der Olper Marienkirche blickt auf eine lange Tradition zurück. Alljährlich finden sich viele Menschen im Gotteshaus ein, um den Geist der Weihnacht aufrecht zu erhalten. Es ist aber auch stets eine gute Gelegenheit, das wichtigste Fest der christlichen Kirche Revue passieren zu lassen und sich auf seinen Ursprung und Sinn zu besinnen.

Unter Federführung des Kirchenchores an St. Marien unter Leitung von Chordirektor FDB Dieter Ohm ließen am Sonntag die zahlreichen Gäste ihre Stimmen erklingen.

Die Junge Harmonie des Olper Feuerwehrmusikzuges unter Leitung von Sören Wehn bescherte die fanfarenartige, feierliche Eröffnung. Nach dem Lied „O selige Nacht“ begrüßte Hermann Roß, Lektor, Kommunionhelfer und Gemeindemitglied von St. Marien, die Besucher im voll besetzten Gotteshaus und rückte die Veränderungen in der Katholischen Kirche in den Fokus, die auch an diesem Nachmittag spürbar seien. „Seit letztem Jahr hat sich Einiges getan. Wir sind Teil eines Pastoralen Raumes geworden und Gottesdienste fallen weg“, so Hermann Roß, der dazu aufrief, auch in einem größeren Raum den Glauben zu zeigen.

Mehr Aufgaben für die Laien

Eine weitere Veränderung: Nach dem Weggang von Pastor Friedhelm Rüsche im vergangenen Jahr begleitete zum ersten Mal in der Geschichte des Weihnachtsliedersingens kein Geistlicher den liebgewonnenen Termin mit Lesungen ausgewählter Texte, da immer mehr Aufgaben von Laien übernommen werden.

Im Anschluss hüllte der Kirchenchor das Gotteshaus mit dem schlesischen Chorwerk „Transeamus“ in ein wunderbares Klangbild. Die Komposition, von der Freude über die Menschwerdung Gottes geprägt, wurde von den Sängerinnen und Sängern in anmutiger Weise dargebracht.

Auch das Quartett des Chores „Chorios“ aus Rüblinghausen bereicherte das Singen. Katharina Schneider (Sopran), Lisa-Marie Neu und Isabell Broda (beide Mezzosopran) und Sandra Sauermann (Alt) brachten das „Engelterzett“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy klangvoll zu Gehör. In einem seiner Texte stimmte Hermann Roß die Zuhörer mit einer Fabel nachdenklich; Er machte deutlich, was das Wichtigste am Weihnachtsfest ist und stellte abschließend die Frage: „Haben wir an das Kind gedacht?“

Weitere weihnachtliche Werke wurden gerne von der Gemeinde mitgesungen, bis „Tochter Zion“ den musikalischen Weg für den Einzug der Sternsinger ebnete.

Der alte Zimmermann

Die Mädchen und Jungen erfreuten die Menschen den ganzen Tag über mit ihrem Neujahrsgruß und bereichern auch alljährlich das Weihnachtsliedersingen. Nach dem Lied der Sternsinger, das die Mädchen und Jungen gerne noch einmal in der Marienkirche vortrugen und mit dem für Viele schönsten Weihnachtslied „Stille Nacht“ ging ein Dank an alle Mitwirkenden.

Zum Abschluss erklang das Olper Weihnachtslied „Der alte Zimmermann“. Den Weihnachtsfrieden, der auf schönste Weise aufgegriffen wurde, werden die Besucher sicherlich noch einige Tage im Herzen behalten.

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