Volles Haus bei Profitlichs Halbzeit

Erbarmungslos ehrlich und mit unvergleichlichem Witz: Markus Maria Profitlich in Attendorn
Erbarmungslos ehrlich und mit unvergleichlichem Witz: Markus Maria Profitlich in Attendorn
Foto: WP
Zum zweiten Mal erlebte ein Soloprogrammm des bekannten Comedians Markus Maria Profitlich seine Premiere in Attendorn. Den zahlreichen Fans in der Stadthalle wurde eine sehr unterhaltsame Halbzeit geboten.

Attendorn..  Mit rund einer Viertelstunde Verspätung startete die Premiere des neuen Bühnenprogramms von Comedy-Star Markus Maria Profitlich in der Attendorner Stadthalle. Die ersten Zuschauer überbrückten die Wartezeit mit Keksen, während in der Halle noch schnell eine Stuhlreihe dazu gestellt wurde. Denn Profitlichs neues Programm „Halbzeit“ wollten viele Fans sehen, und so gingen die letzten Karten an der Abendkasse über den Tisch.

In Attendorn stimmt alles

Der schwergewichtige Komiker bewies, dass er nicht nur das Medium Fernsehen beherrscht, sondern auch die Bühne. Tourmanager Manfred Hohmann war schon vor der Show begeistert. „Wir starten hier zum zweiten Mal mit dem Premierenprogramm. Hier in Attendorn stimmt einfach alles: Betreuung, Bühne, Technik und das Publikum.“ 92 weitere Veranstaltungen stehen in diesem Jahr noch auf dem Tourneeprogramm, bei dem Markus Maria Profitlich erstmals gute 90 Minuten lang ganz allein auf der Bühne ist. Danach folgen noch Autogramme und Fotos mit den Fans; eine echte Mammutaufgabe.

„Halbzeit“, der Name des neuen Programms, der als Anspielung auf seine Lebenshälfte zu sehen ist, zog sich wie ein roter Faden durch den Abend. „Wenn man das in D- Mark umrechnet, bin ich schon 100“, so Profitlich. Doch zunächst kamen via Leinwand andere Prominente 50 Jährige zu Wort. Georg Clooney und Brat Pitt, die in dem Komiker natürlich die harte Konkurrenz auf dem Markt der begehrtesten Männer sehen, freuten sich, dass er Hollywood endlich den Rücken zugekehrt habe, damit sie wieder zu Zuge kämen, und Angelina Jolie lobte ihn als den besten Mann, den sie je gehabt hätte: „Der hat Dynamit anstatt Cholesterin im Blut.“

Lästern über moderne IT-Girls

„Geboren von einer Trümmerfrau, aufgezogen von einer Emanze - was kann da noch passieren, da kann man ja nur zum Softie werden,“ so sein Resümee. Heute dagegen gibt es die IT-Girls, die „Intelligenz Tabu Girls“, die nur mit ihrem Smartphone bewaffnet und dem digitalen Tratsch über soziale Netzwerke ihren Höhepunkt erreichen könnten. „Die werden später mit ihren Gehhilfen über das Smartphone den Weg zurück ins Altenheim finden.“ Überhaupt, die heute 50 Jährigen, die würden in Amerika Charakterrollen spielen, wie Christoph Walz beeindruckend beweist. In Deutschland hingegen müssten sie ins Dschungelcamp oder zu Richter Hold.

Weitere Einspieler sorgten für Erheiterung, und das Thema Krankheiten durfte auch nicht fehlen. So berichtete Profitlich von seiner Prostatauntersuchung durch Dr. Ludmilla Knorpelknack: „Die hatte Finger wie Riesenkrakauer, und so wurde aus der kleinen Hafenrundfahrt eine Eisbrecherfahrt in der Antarktis.“ Aufklärungsgespräche im Laufe der Zeit, Urlaub früher und heute, aber auch Falten im Gesicht: Markus Maria Profitlich hatte zu allem eine Pointe. „Geben sie bei Google Bilder mal Arsch mit Falten ein. Sie wundern sich, was rauskommt.“ Unter anderem ein Bild von Costa Cordalis.

 
 

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