Ungewissheit über Schulleitung in Saalhausen

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Saalhausen.  Seit Jahren ist die Schuleiterstelle in der katholischen Marien-Grundschule in Saalhausen vakant. Eine Ausschreibung der Stadt hat aber einen Erfolg gebracht. Es gibt eine Bewerbung für die Stelle.

Aber die Sache hat einen bürokratischen Haken. Die Person aus dem Kollegium, die bereit wäre, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen, hat eine „falsche“ Konfession, ist Mitglied der evangelische Kirche. Nun will die Elternschaft in Saalhausen erfahren haben, dass sich die katholische Kirche gegen die Einstellung ausgesprochen habe. Weit gefehlt. In Gesprächen mit Pfarrer Gundermann und Dechant Rüsche, die Rücksprache mit Paderborn gehalten hatten, wurde „grünes Licht“ für die Einstellung der neuen Schulleitung gegeben. Also alles in Ordnung? Denkste.

Denn jetzt kommt die Bezirksregierung in Arnsberg ins Spiel. Verweist auf den Paragrafen 26 des Schulgesetzes, und im Absatz 6 steht nun einmal: „In Schulen aller Schularten soll bei der Lehrereinstellung auf die Konfession der Schülerinnen und Schüler Rücksicht genommen werden. Lehrerinnen und Lehrer an Bekenntnisschulen müssen dem betreffenden Bekenntnis angehören und bereit sein, an diesen Schulen zu unterrichten und zu erziehen.“

Pressesprecher Söbbeler: „Diese Bestimmung gilt eindeutig für alle. Ausnahmslos natürlich auch für Schulleitungen.“ Ausnahmen könnte man eventuell bei kommissarischen oder stellvertretenden Schulleitern machen. Söbbeler: „Es wäre aber blauäugig vor Ort zu glauben, man könne sich über die gesetzlichen Bestimmungen hinwegsetzen.“

Eine theoretische Lösung müsse aber in Lennestadt selbst angestoßen werden. Dabei ginge es um eine Umwandlung der Konfessions- in eine Gemeinschaftsgrundschule in Saalhausen.

Reinhard Liek, zuständig für die Schulen in der Stadt: „Die Änderung einer Schulform ist ein Initialrecht der Eltern. Doch es gibt den Stichtag 1. Februar, eine Umwandlung könnte damit ohnehin erst zum Schuljahr 2012/13 wirksam werden.“ In dem zweistufigen Verfahren müssten sich zunächst mindestens 20 Prozent der Eltern für eine Umwaldung aussprechen, im zweiten Schritt bedürfte es einer 2/3-Mehrheit.

Bürgermeister Hundt reist in der kommenden Woche zu Gesprächen nach Arnsberg. Im Interesse der Schüler und Eltern der Marienschule.

 
 

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